"Kein finanzieller Schaden"

epd

Von epd

Sa, 13. März 2021

Computer & Medien

Auch ARD-Sender haben bei der Greensill Bank investiert.

Der Südwestrundfunk (SWR) hat 69 Millionen Euro bei der zwangsweise geschlossenen Bremer Greensill Bank investiert. Die Termingeldanlagen seien durch den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken vollständig abgesichert, sagte eine Sprecherin des Senders. So entstehe dem SWR durch die angeordnete Schließung kein finanzieller Schaden. Eine gleichlautende Information gab der Norddeutsche Rundfunk (NDR), der nach Angaben einer Sprecherin 24 Millionen Euro bei Greensill investiert hat. Zuvor hatte bereits der Saarländische Rundfunk (SR) eine Investition in Höhe von zwölf Millionen Euro bestätigt. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) erklärte, die Einhaltung der senderinternen Anlagerichtlinien werde überprüft.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hatte die Greensill Bank vergangene Woche wegen drohender Überschuldung geschlossen. NDR und SWR erklärten, mit der Anlage von Termingeld solle vermieden werden, dass das Beitragsgeld der Allgemeinheit schrumpfe. Die Termingeldanlagen beträfen Gelder, die etwa bei Programm- oder Investitionsprojekten zu einem späteren Zeitpunkt gebraucht würden.