Wieder kein Winzerfest

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Mo, 19. April 2021

Efringen-Kirchen

Festgemeinschaft streicht schon jetzt die Segel, weil zu viele Unwägbarkeiten im Spiel sind.

. Wie schon im vergangenen Jahr muss das traditionell am letzten Wochenende im September stattfindende Winzerfest auch in diesem Jahr abgesagt werden. Bereits im Vorjahr hätte das Fest zum 70. Mal stattgefunden. In einer Online-Konferenz beschlossen die Mitgliedsvereine am Dienstag einstimmig, dieses "runde Jubiläum" auf das nächste Jahr zu verschieben.

Stellvertretend für die Festgemeinschaft begründete Rolf Weber die Entscheidung gegenüber der BZ mit der umfangreichen Vorbereitung, die unter den gegebenen Umständen unmöglich geworden sei. Zum einen hätten bereits jetzt die Buchungen der am Freitagabend auftretenden Bands erfolgen müssen. Zum anderen müssen auch die am Sonntagnachmittag spielenden Musikvereine planen können. Auch die zumeist nicht mehr ganz so jungen Helfer seien aufgrund der schleppenden Impfsituation vorsichtig.

Als wesentliches zusätzliches Hemmnis erwies sich der Umstand, dass der Zeltverleiher, mit dem die Festgemeinschaft seit etlichen Jahren zusammenarbeitet, sein Großzelt aufgrund der geringen Auslastung bereits im vergangenen Jahr als Lagerraum verkauft hat. In der Vergangenheit hatte er die Außenfläche für seine Jahrmarktgeschäfte nutzen können. Das falle nun auch flach, bedauert Weber, so dass sich die Festgemeinschaft jetzt zusätzlich selber um Betreiber kümmern müsse. Außerdem müsse man bei einem neuen Zeltverleiher mit deutlich höheren Kosten rechnen. Mit diesen Problemen aber wird sich die Festgemeinschaft auch bei kommenden Veranstaltungen zu beschäftigen haben.

Der Weiteren müsse im Falle der Möglichkeit einer Veranstaltung ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt werden. "Das aber kannst du für ein auf rund 2000 Besucher zugeschnittenes Zelt bei der Menge an Bänken und Tischen vergessen", ist für Weber klar und deshalb müssen Winzerfest und Dorfmäss erneut ausfallen.

Alle Überlegungen, das Fest in einem anderen Rahmen zu veranstalten, habe die Festgemeinschaft bei der Online-Sitzung verworfen. "So bleibt uns nur zu hoffen, dass wir kommendes Jahr mit altem Schwung neu starten können", blickt Weber in die ungewisse Zukunft. Bestehen bleibe das Fest aber auf alle Fälle.