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Keine "Hot Chips" mehr im Land

  • dpa

  • Fr, 10. November 2023
    Südwest

     

"Hot Chips" hatten zu mehreren Notarzteinsätzen geführt. Die für Mutproben verwendeten, extrem scharfen Chips dürfen nun nicht mehr in Baden-Württemberg verkauft werden.

Vor allem im Internet sind "Hot Chips" wegen ihrer Schärfe ein Phänomen. Nach Zwischenfällen, Notarzteinsätzen und Lebensmittelwarnungen appelliert Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) allerdings an Kinder und Jugendliche, keine dieser extrem scharfen Tortilla-Chips zu essen und auf Mutproben damit zu verzichten. "Hot Chips" dürfen zudem nicht mehr in Baden-Württemberg verkauft werden. Das Ministerium hat nach eigenen Angaben die unteren Lebensmittelüberwachungsbehörden angewiesen, für das Produkt "chargenunabhängig nach dem Vorsorgeprinzip ein Verkehrsverbot auszusprechen".

"Meisterschaften im Scharfessen sind nicht neu", sagte Hauk. Der derzeitige Trend einer sogenannten Hot Chip Challenge sei ein "sehr gefährlicher Hype". Nicht nur Kinder und Jugendliche riskierten, sich so zu verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. "Deshalb appelliere ich an die Eltern, ihre Kinder für die Gefahren dieser Mutprobe zu sensibilisieren", sagte Hauk.

Die Lebensmittelüberwachung habe auch Produkte geprüft, die bei der "Hot Chip Challenge" probiert würden. "Besonders gefährlich ist der Hot Chip, weil der Schärfegehalt bei jedem Chip unterschiedlich ist", sagte Hauk. Die Schärfe sei allerdings nicht zu erkennen.

In der in sozialen Medien kursierenden "Hot Chip Challenge" fordern sich Teilnehmer heraus, besonders scharfe Maistortilla-Chips zu essen. Im Internet gibt es zahlreiche Videos von Menschen, die an der Mutprobe teilnehmen. Darunter sind viele Kinder und Jugendliche. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte bereits im September vor dem Verzehr solcher Chips und anderer extrem scharfer Lebensmittel gewarnt. Der Verzehr könne zu "ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen" führen.

Ressort: Südwest

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