Keiner hat mehr polarisiert als Draghi

Rolf Obertreis

Von Rolf Obertreis

Fr, 25. Oktober 2019

Wirtschaft

Die Amtszeit des EZB-Präsidenten endet / Die Deutschen haben sich mit dem Italiener nie anfreunden können.

FRANKFURT. Wie an keinem anderen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) scheiden sich die Geister so wie an Mario Draghi. Für die einen ist er der Held, der die Währungsunion vor dem Zerreißen bewahrte, andere sehen ihn als den Notenbanker, der die Sparer enteignete. Zum Monatswechsel gibt er sein Amt ab, am Donnerstag war seine letzte EZB-Ratssitzung.

Richtig angekommen ist Mario Draghi in Deutschlands Finanzmetropole nie. Als die EZB kurz nach seinem ersten Arbeitstag am 1. November 2011 als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einem Umtrunk lädt, verliert der Italiener kaum ein Wort, ist schnell verschwunden. Selten in seinen acht Jahren am Main sieht man Banker und Zentralbanker mit Draghi ins Gespräch vertieft. So oft es geht, fliegt er in seine Heimatstadt Rom. Empfänge, ein lockeres Gespräch – das ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern Wim Duisenberg und Jean Claude Trichet nichts für Draghi.
Bei seinem Amtsantritt wird der Römer mit ...

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