Kirche soll lebendig bleiben

Susanne Schleinzer-Bilal

Von Susanne Schleinzer-Bilal

Di, 29. Oktober 2019

Murg

Acht Kandidaten stellen sich in evangelischer Kirchengemeinde Murg-Rickenbach-Herrischried vor.

MURG. Ein Abschied und die Vorstellung der Kandidaten für den Kirchengemeinderat Murg-Rickenbach-Herrischried standen im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung in der evangelischen Kirche in Murg. Aus ihrem Amt als Kirchenälteste wurde Jutta Bartusch verabschiedet, die in ihre Heimat zurückkehrt. "Du hast die Kirchengemeinde bereichert, bewahre dir die guten und manchmal schweren Dinge", verabschiedete Pfarrer Martin Rathgeber die scheidende Kirchenälteste.

"Du warst ein echter Gewinn im Kirchengemeinderat, wir haben dich gerne bei uns gehabt und lassen dich ungern gehen", bestätigte auch Kirchenältester Jörg Martin. Sie gehe ungern, erklärte Jutta Bartusch. Dem neuen Kirchengemeinderat wünsche sie weiterhin viel Spaß an der Arbeit.

Acht Stimmen sind zu vergeben, erklärte Rathgeber dann die Wahl des neuen Kirchengemeinderats. "Es ist wichtig zu wählen, zu wissen, dass die Gemeinde hinter den einzelnen Kandidaten steht", erinnerte der evangelische Pfarrer die Gemeinde. Als erste Kandidatin stellte sich Ilona Grüber vor. Sie ist 65 Jahre alt und wohnt in Murg. Kirchenälteste ist sie seit 2001. "Ich war als Schulkind beim ersten Spatenstich für die evangelische Kirche dabei und fühle mich seither dieser Kirche verbunden", erklärte Ilona Grüber. Neben dem Seniorencafé ist es ihr insgesamt wichtig, für die ältere Generation da zu sein. Renate Hundertmark, die nächste Kandidatin, lebt seit 2015 in Murg. Davor hat sie lange in Brasilien gelebt. "Murg habe ich damals im Internet gefunden", schmunzelte sie. Sie und ihre Schwester haben dort eine Wohnung gefunden, die ihnen gefallen hat. Kirchenälteste ist sie seit 2015. Neben dem Frauenkreis engagiert sie sich im Vinzentiushaus Murg, wo sie zwei Gruppen betreut. "Ich habe viele Ideen und will mich weiter engagieren", erklärte sie.

Für Jörg Martin wäre dies die vierte Amtszeit. Er ist 54 Jahre alt und wohnt in Murg. "Ich finde es wichtig, dass sich Pfarrer und Ehrenamtliche auf Augenhöhe begegnen", sagte Martin. Die evangelische Kirche als demokratischen Verein sieht Eva Nübel. Sie ist 54 Jahre alt und wohnt in Großherrischwand. "Sehr wichtig ist mir die Ökumene", erklärte Nübel. Zum dritten Mal zur Wiederwahl stellt sich Bärbel Steinmeier. "Mein Schwerpunkt ist der Lektorendienst." Darüber hinaus ist sie langjähriges Mitglied in der Synode. "Ich bemühe mich, Entscheidungen der Kirchengemeinde mit offenen Augen zu begleiten", erklärte sie.

Ulrike Trautwein aus Herrischried liegt der Standort Herrischried am Herzen. "Ich bin offen für alles, was kommt", erklärte sie. Nicht kommen konnten die weiteren zwei Kandidaten Claudia Rummler aus Niederhof und Klaus Bossert aus Murg.

Die Wahlen für den Kirchengemeinderat finden am ersten Advent 2019 statt. Es ist eine Briefwahl, und die Stimmzettel werden im Moment noch vorbereitet. Zur Wahl stellen sich acht Kandidaten. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren. Wahlurnen gibt es in den Kirchen während des Gottesdienstes oder vom 16.bis zum 30. November im Edeka in Murg, in der Bäckerei Huber in Niederhof oder in den Schmidts Märkten in Herrischried und Rickenbach.