Kirchenchor St. Martin bekommt Doppelspitze

Michael Gottstein

Von Michael Gottstein

Mi, 22. Januar 2020

Wehr

Susanne Gentner und Irmgard Küpper übernehmen Leitung.

WEHR. Eine Doppelspitze, bestehend aus Susanne Gentner und Irmgard Küpper, wird künftig den Kirchenchor St. Martin leiten. Die Vorstandswahlen am Sonntag hätten zu einer echten Herausforderung werden können, denn fünf Vorstandsmitglieder kandidierten nicht mehr. Doch weil der frühere Vorstand um den ehemaligen Leiter Richard Blatter bereits im Vorfeld geeignete Bewerber gesucht hatte, konnte er in der Hauptversammlung ein Tableau von Kandidaten präsentieren, die jeweils einstimmig (allenfalls bei eigener Enthaltung) gewählt wurden.

Die Sängerinnen und Sänger dankten Richard Blatter, weil es ihm gelungen war, den Chor durch teils schwierige Zeiten zu führen und das Ensemble in gutem Zustand an seine Nachfolgerinnen zu übergeben. Die einzige "Konstante" im Vorstand ist die stellvertretende Vorsitzende Elke Schulz-Thater, die einstimmig wiedergewählt wurde. Als Schriftführerin wurde Christa Schmidt von Walburga Manthey abgelöst, und Regina Nehls übernimmt die Finanzangelegenheiten von Cornelia Müller. Die Beisitzer Ulli Wunsch und Egon Eich wurden von Lieselotte Heß und Beate Frantzen abgelöst.

Der Chor hatte ein arbeitsreiches Jahr hinter sich gebracht: Die Feier der Karfreitagsliturgie in St. Martin und des Hochamtes am Ostersonntag in St. Ulrich waren zwei der Schwerpunkte.

1929 gilt als Gründungsjahr
Obwohl der Kirchenchor St. Martin wahrscheinlich älter als 90 Jahre ist, gilt die Gründung des Diözesan-Cäcilien-Verbandes im Jahre 1929 auch als Geburtsdatum des Chores. Sein 90-jähriges Bestehen feierte er in ökumenischer Verbundenheit mit dem evangelischen Kirchenchor, der im vergangenen Jahr seinen 100. Geburtstag feierte. Ende Juni gestalteten die beiden Chöre den Kirchweihgottesdienst unter Leitung von Elisabeth Schlegge-Weidt zusammen mit dem Organisten Felix Wunderle und Katharina Mörck an der Violine. Im September feierten sie dann den Jubiläumsgottesdienst des evangelischen Chores in der Friedenskirche, dieses Mal unter dem Dirigat von Walburga Beising und begleitet von Evelyn Schneider (Orgel), Christian Scheb (Trompete) und Christian Rozgony (Violine). Weitere Höhepunkte waren die Begleitung des Patroziniumgottesdienstes in St. Ulrich, Öflingen, sowie des Patroziniumgottesdienstes in Wehr, unter anderem mit der Orgelsolomesse von Joseph Haydn, wobei der Chor von Ingrid Todt (Sopran) und Jörg Sczepanski (Orgel) unterstützt wurde. Gut angenommen wurde auch das Adventssingen.

Die Dirigentin Elisabeth Schlegge-Weidt dankte dem Chor, der das arbeitsreiche Jahr gut bewältigt und dabei bewiesen habe, dass Musizieren Spaß mache. "Singen ist Verkündigung, und diesen Dienst haben wir im vergangenen Jahr gut erfüllt." Auch Präses Pfarrer Matthias Kirner dankte dem Chor für die schönen Musikbeiträge. Es sei auch schön, dass der Chor zum Zusammenwachsen der Seelsorgeeinheit beitrage. Richard Blatter lobte die Stimmbildung und das von der Dirigentin eingeführte Einsingen.

Ehrungen für Engagement
Der scheidende Beisitzer Ulli Wunsch wurde für seine 25-jährige Mitarbeit im Vorstand und die Gestaltung der Plakate und Flyer geehrt – sein künstlerisches Talent wird er auch weiterhin zur Verfügung stellen. Der Dank des Ensembles galt auch Augusta Ebner, die nach weit mehr als 50 Jahren Chorgesang (davon 37 Jahre in Wehr) den Chor verlässt. Der Probenbesuch lag im Schnitt bei 78 Prozent, und die eifrigsten Besucher waren Beate Frantzen, Karin Henle, Richard Blatter, Christel Fricker, Hanspeter Fröhle, Walburga Manthey, Elmar Küpper, Eberhard Schmidt, Lieselotte Heß, Irmgard Küpper, Elisabeth Schnell, Anna Bolanz sowie Norbert Hauf, der keine einzige Probe ausgelassen hatte.