Johanniter übten Patronatsrecht aus

Dargleff Jahnke

Von Dargleff Jahnke

Sa, 14. November 2015

Kirchzarten

BZ-SERIE: St. Galluskirche von Kirchzarten birgt nicht nur kunsthistorische Werte, sondern hat auch eine wechselvolle Geschichte.

KIRCHZARTEN. Die St. Galluskirche ist die katholische Pfarrkirche der Gemeinde Kirchzarten. Zusammen mit den umliegenden Pfarrgebäuden und dem Friedhof bildet die Kirche den jahrhundertealten Mittelpunkt des Ortes Kirchzarten. Sie birgt einige Objekte von größerem kunsthistorischem Wert. Benannt wurde sie nach dem Gründungsheiligen des Benediktinerklosters in St. Gallen, dem heiligen Gallus, der zwischen dem sechsten und siebten Jahrhundert lebte. Das Kloster war bis zum Ende des 13. Jahrhunderts Patronatsherr der Kirche.

Lange Zeit wurde angenommen, dass es sich bei der in der Schenkungsurkunde von 816 erwähnten Kirche in Zarten ("ecclesie in Zartunu") um das Kirchzartener Gotteshaus gehandelt hätte. Erst mit dem Auffinden der Siedlung Tarodunum durch den Kirchzartener Archäologen Heiko Wagner bei Zarten stellte sich die Frage nach der Besiedlung des Ortes neu. Letztlich war es Bernhard Mangei, der die vorliegenden Urkunden neu untersuchte und unzweifelhaft darlegte, dass sich die Nennung einer Kirche in der "Zartener Mark" eindeutig auf die Johanneskapelle in Zarten bezog.

Erst um das Jahr 1100 wurde die Pfarrkirche nach Kirchzarten verlegt. Hintergrund war der Investiturstreit, bei dem die Zartener Mark zu einem Schauplatz zweier hier ansässiger Adelsparteien wurde. Hauptakteure waren die königstreuen Grafen von Haigerloch-Wiesneck und die papsttreuen Herzöge von Zähringen. Letztere versuchten sich ...

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