FDP-Kandidatin

Klimaschutz rational betrachtet der einzige Weg

Verena Brenner

Von Verena Brenner (Freiburg)

Mi, 15. September 2021

Leserbriefe Freiburg

Zur Kandidatin-Vorstellung "Mehr Generationengerechtigkeit" (BZ vom 2. September).

Das Interview mit Frau Raffelhüschen hat mich mit mehr Fragen zurückgelassen, als dass ich Antwort bekommen habe.

Wie kann man denn politisch inspiriert durch Fridays for Future ausgerechnet der FDP beitreten? Der Partei, deren Parteivorsitzender den Klimaaktivistinnen und -aktivisten rät, die Klimakrise Experten zu überlassen. Und der Partei, die nun verlauten lässt, alles mit technischem Fortschritt lösen zu wollen, obwohl die Experten, auf die sich Herr Lindner bezog, klar aufzeigen, dass das nicht mehr ausreicht. Ihr Vorgehen, dass "konkrete Vorschläge von Experten technologieoffen erarbeitet werden müssen" hört sich so an, als könne man sich jetzt mal gemütlich auf den Weg machen, um die Klimakrise anzugehen, dabei gibt es die Vorschläge der Experten längst (nachzulesen zum Beispiel auf http://www.germanzero.de Da wird von der FDP (und der CDU) immer noch so getan, als sei Klimaschutz eigentlich etwas Irrationales, dabei ist es rational betrachtet der einzige Weg, um für uns selbst, unsere Kinder und Enkel auch noch eine lebenswerte Erde zu erhalten.

Und wie will sie Menschen in schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen erklären, dass sie nun doch bitteschön auch noch mehr privat für die Rente vorsorgen sollen? Dazu kommt, dass ausgerechnet deren Arbeitgeber ja schätzungsweise auch nicht wie von Frau Raffelhüschen gewünscht demnächst mit einer Betriebsrente ums Eck kommen werden. Vorschreiben wird die "Weniger-Staat-FDP" das diesen Arbeitgebern ja vermutlich nicht wollen?Verena Brenner, Freiburg