Klinik-Umzug ist alternativlos

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mo, 03. August 2020

Waldkirch

Lucha: "Win-Win-Situation" .

(fz). Beim Redaktionsbesuch im Pressehaus der BZ in Freiburg nahm Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) Stellung zum Umzug der Lungenfachklinik St. Blasien in eine Station der BDH-Klinik Waldkirch (die BZ berichtete). Der Umzug sei "eine Win-Win-Situation" für beide Partner: "Der Prozess hat sich "wirklich rentiert", sagte Lucha mit Blick auf das Waldkircher Krankenhaus, das 2018 unter anderem durch das Engagement der Bürgerschaft vor der Schließung gerettet wurde.

In Waldkirch trage die Lungenklinik zur Vergrößerung eines multidisziplinären Zentrums bei, wohingegen sie in St. Blasien als Spezialklinik "keinerlei sonstigen Versorgungsbenefit" ausgestrahlt habe. Der Standort St. Blasien sei für den Betreiber schlussendlich nicht mehr haltbar gewesen – das alte Lungensanatoriumsgebäude aus dem 19. Jahrhundert ist stark sanierungsbedürftig, ein Neubau war nicht finanzierbar. Zum Verlust der Klinik für St. Blasien sagte Lucha bildlich: "Die Erfindung der Eisenbahn ging auch zu Lasten der Fuhrwerke." Wenn die Klinik die Chance, umzuziehen nicht gehabt hätte, "dann gäbe es die Lungenklinik gar nicht mehr", so der Minister. "Die Frage war also nicht ’St. Blasien oder Waldkirch’, sondern: ’Waldkirch oder nichts.’"