Wirtschaft

Kluft zwischen Arm und Reich wird nicht genannt

Peter Behnen

Von Peter Behnen (Breitnau)

Do, 25. März 2021

Leserbriefe

Zu: "Unternehmerische Freiheit als Basis des Sozialstaats", Gastbeitrag von Bert Sutter (Politik, 11. März)

Bert Sutter nennt als weltweite Herausforderung den Klimawandel, die Digitalisierung und die Demografie. Interessant ist, dass er die weltweite Kluft in den Einkommens- und Vermögensverhältnissen, das heißt, die Kluft zwischen Arm und Reich, nicht zur Kenntnis nimmt. Gerade diese Kluft wird von verschiedenen Ökonomen, zum Beispiel dem ehemaligen US-Finanzminister Larry Summers, als Grund für eine gesellschaftliche ökonomische Stagnation benannt. Es entstehe systembedingt eine Investitionslücke und Nachfragelücke, die nur durch staatliche Investitionen geschlossen werden könne, finanziert durch staatliche Schulden.

Damit diese nicht aus dem Ruder laufen, müssten Steuern für Reiche erhöht werden. Das gilt auch für die Zeit der Corona-Krise und danach. Wenn das nicht geschieht, wird die große Masse der Bevölkerung für die Krise zahlen müssen, mit negativen Rückwirkungen auf gesellschaftliche Investitionen und die Nachfrage. Peter Behnen, Breitnau