Flächenwünsche der Gemeinden

KOMMENTAR: Augenmaß ist gefragt

Martin Wendel

Von Martin Wendel

Mi, 24. Juni 2020

Endingen

Den Flächenverbrauch bremsen – das ist das Ziel der Landes- und Regionalplanung. Die Folge: Für Städte und Gemeinden wird es zunehmend schwieriger, neues Bauland auszuweisen – egal ob für Gewerbe oder für Wohnungsbau. Vor diesem Hintergrund dürfte mancher stutzen angesichts der Flächenwünsche, die jetzt für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans am nördlichen Kaiserstuhl angemeldet wurden. Vor allem in Endingen kommt da laut den am Montag im Gemeindeverwaltungsverband vorgelegten Plänen einiges zusammen. Doch nicht einmal die größten Befürworter möglichst ungebremsten Wachstums erwarten wohl, dass auch nur ansatzweise so viel möglich sein wird. Als Grundlage für die Gespräche mit den Genehmigungsbehörden aber können viele Ideen nicht schaden. Denn die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Gebieten hilft dabei, Vor- und Nachteile zu erkennen und am Ende gut abzuwägen, wo welche Entwicklung richtig oder machbar ist. Ein Konflikt aber bleibt bei aller Abwägung unvermeidbar: der mit der Landwirtschaft. Sie verliert mit jedem neuen Baugebiet Ackerflächen. Augenmaß ist also gefragt. Und Wachstum hat nicht nur mit Quantität zu tun.