Kompletter Medaillensatz bei der DM in Oberstdorf

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Di, 25. Februar 2020

Skilanglauf

Luca Wehrle vom SC Hinterzarten gewinnt zusammen mit dem Kirchzartener Jakob Horlacher den Teamsprint in der freien Technik.

OBERSTDORF. Den kompletten Medaillensatz sicherte sich der baden-württembergische Langlaufnachwuchs bei der deutschen Meisterschaft im Teamsprint. Die DM wurde im Rahmen des Deutschlandpokals (DP) in Oberstdorf ausgetragen. In der männlichen Jugend U 16 erfüllte sich das Schwarzwälder Duo Jakob Horlacher (SV Kirchzarten) und Luca Wehrle (SC Hinterzarten) den Traum vom Titelgewinn. Nach drei Einsätzen à 1,1 Kilometer für jeden und 13:42,3 Minuten Laufzeit lag Schlussläufer Wehrle im Ziel 3,4 Sekunden vor Bayern I und 9,3 Sekunden vor Thüringen I. Die Dominanz der Skiverbände Baden-Württemberg (SBW) in dieser Altersklasse verdeutlichten im Feld der 17 Teams Rang vier und fünf für die zwei weiteren SBW-Teams. Der Hinterzartener Axel Hensler kam mit seinem schwäbischen Partner Phillipp Moosmayer 21,3 Sekunden hinter dem Siegerduo auf Rang vier, 1,9 Sekunden vor Jakob Kuß (SZ Brend) und Luis Braun (WSG Schluchsee).

Bei den gleichaltrigen Mädchen mussten sich die Schwäbinnen Klara Ohngemach und Lena Mettang den Meisterinnen aus Sachsen im Zielspurt nur um 0,9 Sekunden geschlagen geben. Noch knapper ging’s in der männlichen U 18 zu, deren Sprintstrecke 1,3 Kilometer lang war: Dort entschieden 1,1 Sekunden über Titel und Medaillen. Die Schwarzwälder Paarung Leopold Hensler (SC Langenordnach)/Matteo Lewe (SV Kirchzarten) gewann 1,1 Sekunden hinter Bayern I und 0,7 Sekunden hinter Sachsen I Bronze. Bei den gleichaltrigen Mädchen kam die Kirchzartenerin Emily Weiss mit der Schwäbin Lina Gold auf den fünften Platz; das Hochschwarzwälder Duo Amelie Wehrle (SC Hinterzarten)/Milena Maier (WSG Feldberg) landete auf Rang zehn im Mittelfeld.

An den beiden Tagen zuvor hatte sich der SBW-Nachwuchs auf den schwierigen Strecken der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2021 zwei Siege, drei zweite und zwei dritte Plätze im Deutschlandpokal erkämpft. Zum Auftakt, im Klassik-Sprint der U 16 über 1,2 Kilometer, ließen die Schwarzwälder der nationalen Konkurrenz keine Chance: Ähnlich dominant wie die norwegischen Langläufer zuletzt beim Weltcup in Trondheim belegten sie die ersten vier Plätze. Prologsieger Luca Wehrle gewann auch das Finale vor Jakob Kuß, Jakob Horlacher und Luis Braun. Als 13. sammelte Axel Hensler DP-Punkte.

Zum zweiten Sieg sprintete Lena Mettang in der weiblichen U 16. In der U 18 musste sich Prologgewinner Matteo Lewe nur einem Bayern geschlagen geben, Leopold Hensler wurde Elfter. Bei den U-18-Mädchen schafften es Emily Weiss und Milena Maier als Sechste und Achte in die Top Ten, als 19. punktete Amelie Wehrle. Am zweiten Wettkampftag wurden die Einzelrennen in der Skatingtechnik ausgetragen. Über 7,5 Kilometer der männlichen U 16 wurde Horlacher in 16:26,9 Minuten wie am Vortag Dritter und Braun vier Sekunden dahinter erneut Vierter vor Kuß (7.), Wehrle (14.) und Hensler (16.). Mettang lief über fünf Kilometer auf Rang zwei. In der männlichen U 18 fand sich Lewe nach zehn Kilometern auf dem sechsten Platz wieder, Hensler als 20. im Mittelfeld. Über 7,5 Kilometer der weiblichen U 18 schafften es Weiss als Achte und Maier (14.) in die erste Hälfte des Feldes vor Wehrle (20.).

Janosch Brugger im DM-Sprint auf Rang fünf

Die Männer und Frauen trugen im Rahmen des Deutschlandpokals ihre deutsche Meisterschaft aus. Im gemeinsamen Sprint der Junioren und Männer über 1,5 Kilometer lief Janosch Brugger (WSG Schluchsee), Zweiter des Prologs, im Finale beim überraschenden Titelgewinn des Dresdeners Richard Leupold hinter dem Baiersbronner Andreas Katz auf Rang fünf. Tags darauf, beim Einzelstart über 15 Kilometer Skating, deklassierte Junior Friedrich Moch (WSV Isny) die versammelten deutschen Weltcupstarter. Das schwäbische Toptalent gewann den Titel in 37:07,8 Minuten mit 45,5 Sekunden Vorsprung vor dem Bayern Lucas Bögl, der Thüringer Thomas Bing lag als Dritter schon 1:25 Minuten zurück. Drei Minuten hinter Moch wurde Janosch Brugger Zwölfter. Beide sind Anfang März in Oberwiesenthal gefordert: Der 19-jährige Moch bei der Juniorenweltmeisterschaft, der 22-jährige Lenzkircher bei seiner letzten U-23-WM.