Kraftverlust im Erzgebirge

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Fr, 06. März 2020

Skilanglauf

Janosch Brugger läuft nach furiosem Beginn über 30 Kilometer bei der U-23-WM auf Rang 26.

OBERWIESENTHAL. Es ging gut los gestern für Janosch Brugger (WSG Schluchsee) im längsten Rennen der U-23-Weltmeisterschaft der Langläufer in Oberwiesenthal. Als dritten Wettkampf binnen fünf Tagen mutete sich der 22-jährige Lenzkircher den Massenstart über 30 Kilometer in der Skatingtechnik zu. Doch diesmal ging ihm die Kraft aus und er kam als 26. hinter seinen beiden deutschen Teamkollegen ins Ziel.

Seine untadelige sportliche Einstellung bewies Janosch Brugger kurz darauf einmal mehr: "Es ist trotzdem gut, dass ich mitgemacht hab’", sagte er nach den strapaziösen sechs Runden am Fichtelberg mit einem Gesamtanstieg von 1140 Metern. Nach zehn Kilometern lag er 33 Sekunden hinter der Spitzengruppe auf Rang zwölf. Bei Halbzeit des Rennens hatte sich der Hochschwarzwälder im Feld der 61 Starter auf den neunten Platz verbessert, auch wenn der Rückstand auf eine Minute angewachsen war. Doch so sollte es nicht weitergehen.

Anfangs fühlte er sich trotz des hohen Tempos gut, erzählte Janosch Brugger später. "Aber nach zehn, zwölf Kilometern war der Tank leer." Dass er zu Beginn der vierten Runde einen Stock wechseln musste, weil die Schlaufe herausrutschte, habe kaum Zeit gekostet. Doch in dieser Phase fiel er in einem großen Verfolgerpulk zunächst auf den 15., später auf den 19. Platz zurück. Seine Teamkollegen Florian Knopf (SLV Bernau) und Josef Fäßler (SC Scheidegg) zogen an ihm vorbei. Knopf schaffte es als 14. in die Top 15, Fäßler kam auf Rang 16. Janosch Brugger dagegen büßte auf der letzten Runde noch sieben Plätze ein. Nach 1:18:29,4 Stunden lief er als 26. ins Ziel – erstmals nicht in den Top Ten. Sein Rückstand auf Weltmeister Harald Östberg Amundsen (Norwegen) betrug 5:47,4 Minuten. "Es war wirklich ein hartes Ding", sagte Brugger.

Auch im vierten und letzten Rennen, einer Premiere bei U-23-Weltmeisterschaften, wird der Schwarzwälder an den Start gehen. Wer am Samstag in der deutschen Mixed-Staffel über 4x5-Kilometer seine Kolleginnen und sein Kollege sein werden, wurde gestern Abend zusammen mit dem Trainerteam entschieden. Der MDR überträgt auch die Staffel (Start 11 Uhr) im Livestream.