"Glatter Rufmord"

Krisen-Reportage in der "Zeit" erzürnt die Eisenbacher

Florian Kech

Von Florian Kech

Di, 24. November 2009 um 16:51 Uhr

Eisenbach (Hochschw.)

Eisenbach kämpft – unter diesem Titel ist die Wochenzeitung "Die Zeit" der Frage nachgegangen, wie die Finanzkrise dem Schwarzwalddorf zusetzt. Nun könnte es aber heißen: Eisenbach zürnt. Die Reportage kam nicht gut an, der Bürgermeister spricht von Rufmord.

EISENBACH. Im Eisenbacher Rathaus sitzt Bürgermeister Alexander Kuckes konsterniert am Schreibtisch und lässt seine Augen noch einmal über jene zehnseitige "Zeit"-Reportage wandern, die ihn seit Tagen in Rage bringt. Von "Schockstarre" ist darin die Rede, der "stummen Hysterie" eines Ortes, der die meiste Zeit "unter einer Schneedecke begraben liegt". Unter der Last der aktuellen Krise, orakeln die Autoren, drohe ganz Eisenbach "einfach zu verschwinden". Als er das zum ersten Mal gelesen habe, gesteht Kuckes, seien ihm vor Wut beinahe die Tränen gekommen. Kurz darauf habe dann auch noch Anne Will angerufen und ihn in ihre Sendung einladen wollen – "vermutlich als traurigster Bürgermeister Deutschlands", sagt Kuckes kopfschüttelnd.

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