Der Held im postheroischen Zeitalter

Stefan Tolksdorf

Von Stefan Tolksdorf

Fr, 15. Februar 2013

Kultur

Ein neuer Sonderforschungsbereich der Universität Freiburg befasst sich mit einem Relikt des mythischen Weltbilds.

Kein Zweifel: Helden stehen hierzulande nicht mehr allzu hoch im Kurs – eine Folge der spezifisch deutschen Vergangenheit oder eines generellen Funktionsverlusts der heroischen Figur in der Moderne? Langweilig jedenfalls dürfte das Thema kaum werden, denn einen langweiligen Helden gibt es per definitionem nicht. Handlungsorientiert, außerordentlich, allgemein bewundert – das sind wohl seine am ehesten konsensfähigen Attribute.

Niemand aber arrangiert sein Heldentum in ganz eigener Regie – es ist per se eine gesellschaftliche Zuschreibung, folgt einem bestehenden "Narrativ". Die kulturhistorischen Umstände, kulturspezifischen Unterschiede, die Strategien und ...

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