Der Körper rächt sich

Jürgen Reuß

Von Jürgen Reuß

Do, 04. Dezember 2008

Kultur

Wie Max Bense an der Golden Gate Bridge scheiterte: Eine Freiburger Tagung erforscht die leiblichen Spuren des Gedächtnisses

Was ist ein Körpergedächtnis? Das Freiburger Symposium "Spuren" wird diese Frage am 6. Dezember aus unterschiedlichen Perspektiven nachgehen. Tänzer, Philosophen, Mediziner werden ihre je eigene Antwort darauf geben, wo und wie Erlebnisse und Erfahrungen im menschlichen Körper gespeichert werden. Aber wie erforscht man so etwas eigentlich?

Am besten beginnt man mit einem konkreten Beispiel. So macht es Daniel Fetzner, Professor für Medienkonzeption und Gestaltung an der Hochschule Furtwangen und Initiator der Tagung. Seine Ausgangsfrage: Kann man auch nur ein einziges Erlebnis im Leben eines Menschen umfassend beschreiben, erklären oder gar reproduzieren? Fetzner stieß bei seinen Vorstudien auf den deutschen Kybernetiker, Philosophen und Naturwissenschaftler Max Bense (1910 bis 1990). Bense war wie Fetzner ein Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst. Das, was Fetzner überprüfen möchte, stand für Bense in der Theorie fest: Die Übersetzbarkeit von Körpererfahrung in Text und Technologie würde früher oder später kommen. Doch dann, an einem ...

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