Das Gewissen der Demokratie

Der Philosoph Jürgen Habermas wird 80

Peter Winterling

Von Peter Winterling

Do, 18. Juni 2009 um 06:24 Uhr

Kultur

"Kein Rechtsstaat ohne radikale Demokratie": Dies ist ein Credo von Jürgen Habermas. Niemand hat die Gefahr der Vermachtung demokratisch gemeinter Institutionen schärfer gesehen als er. Jetzt wird der Philosoph 80.

Die Ergebnisse der Europawahl werfen ein scharfes Licht auf den Zustand der Demokratie: geringe Wahlbeteiligung, aufs Nationale beschränkte Themen, eine diffuse Mischung von Emotionalität und Gleichgültigkeit. Während die Funktionseliten Europas von den kürzeren Wegen innerhalb der Staatengemeinschaft profitieren und ihre institutionelle Macht zu Lasten von Bürgerbeteiligungen ausbauen, bleibt die Bevölkerung im Bann medial geprägter Pseudodiskurse stecken. Der Sozialphilosoph Jürgen Habermas hat dagegen immer den hohen Anspruch der Demokratie betont: "Kein Rechtsstaat ohne radikale Demokratie", stellte er vor 16 Jahren in einem Interview der Frankfurter Rundschau fest. Und diese Radikalität besteht für ihn in dem transparenten Verfahren der Öffentlichkeit, das "die öffentliche Verwaltung an einer ...

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