Kunst in der Oberen Altstadt

In Freiburgs Oberer Altstadt stellen 100 Künstler ihre Werke vor

Lisa Petrich

Von Lisa Petrich

Fr, 06. September 2019 um 14:33 Uhr

Freiburg

Keramikarbeiten, Schmuck, Gemälde. Bei "Kunst in Freiburgs Oberer Altstadt" gibt es liebevoll gemachte Kunstwerke zu bestaunen und zu kaufen. Er findet noch bis Samstag statt.

Liebevolle Keramikarbeiten, ausgefallener Schmuck, beeindruckende Gemälde oder geschnitzte Schleiereulen aus Fachwerkbalken: Bei "Kunst in Freiburgs Oberer Altstadt" zwischen Schwabentor und Münster gibt es jedes Jahr kleine und große Kunstwerke zu bestaunen und zu kaufen. Der dreitägige Markt findet bereits zum 40. Mal statt, noch bis Samstag können Interessierte und Kunstliebhaber von 10 bis 18 Uhr den Markt besuchen. Organisiert wird er seit Beginn von Christa Dörr, die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Wie immer dürfen nur Künstler und Künstlerinnen, die ihre Werke selbst hergestellt haben, daran teilnehmen.

Liebevoll bemalt und dekoriert

"Das Publikum ist immer sehr aufgeschlossen. Ich treffe viele Freiburger und Touristen, aber auch Stammkunden, die ich von anderen Märkten schon kenne", erzählt die Keramikgestalterin Silke Nutz. Die 51-Jährige nimmt dieses Jahr bereits zum siebten Mal am Kunsthandwerkermarkt teil. Bei ihr gibt es handbemaltes Steinzeug-Geschirr in den verschiedensten Ausführungen. "Meine Arbeiten sind alle von der Natur inspiriert", erklärt sie und richtet ihr Geschirr ordentlich auf dem Tisch aus. In zarten Pastelltönen liebevoll bemalt und dekoriert ist ihr Geschirr, goldene Krönchen zieren Teekannen und Schüsseln. Fasziniert von dem erdigen Material bezeichnet Silke Nutz die Keramikobjekte auch als "lebendige Magie der Lebensfreude" – und diese Freude an der Arbeit ist deutlich zu spüren.
Markt

"Kunst in der Oberen Altstadt" auf Straßen und Plätzen – unter anderem auf dem Augustinerplatz, Oberlinden, Herrenstraße, Münsterplatz , Salzstraße. Noch bis Samstag, 7. September, täglich 10 bis 18 Uhr.

Dieses Jahr hat die Keramikerin und geborene Pfälzerin zum ersten Mal den weiten Weg von ihrer neuen Heimat Flensburg nach Freiburg auf sich genommen. Jetzt genießt sie es, ihre Kunstwerke auf dem Markt präsentieren zu können. "Mir gefällt das gesamte Flair und die Ausstrahlung der Stadt. Freiburg ist einfach schön", sagt sie. Dennoch ist der Markt für sie auch immer wieder anstrengend: Drei Tage lang muss sie jeweils acht Stunden paratstehen, zudem ihren Stand täglich neu auf- und abbauen.

Nette Leute kennenlernen und neue Kontakte knüpfen

"Dieser Markt ist offen für alle." Sabine Graf, Mitorganisatorin
Trotz des großen Aufwands, den der Markt von seinen Beschickern fordert, ist auch die Freiburgerin Sabine Graf von "Kunst in Freiburgs Oberer Altstadt" begeistert. Ihr Stand mit handgemachten Filzarbeiten, selbstgenähten Kleidern und Upcycling-Werken ist am Oberlindenbrunnen zu finden. Und sie hat auch eine Überraschung dabei: "Ich habe sogar ein schwangeres Pferd", sagt sie und zeigt stolz das selbstgemachte Filz-Tier. Aus einem Loch in seinem Hinterteil zieht sie lachend ein Baby-Pferd heraus. "Das ist hier immer total der Renner."

Andere Kollegen auf dem Markt findet Sabine Graf sehr inspirierend. Jedes Jahr würde sie nette Leute kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. "Dieser Markt ist offen für alle, hier kommt eine breite Palette an Menschen, die sehr interessiert an unseren Arbeiten sind. Es ist schön, wie sie unsere Arbeit wertschätzen", sagt sie begeistert.