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dpa

Von dpa

Do, 09. Juli 2020

Sonstige Sportarten

Umbruch in Heidenheim? — Eichner unterschreibt — Petersen und Streich — WM-Diskussionen

FUSSBALL

Umbruch in Heidenheim?

Nach dem verpassten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga stellt sich der 1. FC Heidenheim auf mehrere prominente Abgänge ein. "Jetzt haben wir uns noch mehr in den Fokus gespielt. Wir sind finanziell zwar nicht gezwungen, Spieler abzugeben. Aber wenn sie weg wollen, können wir sie nicht aufhalten. Wir werden diesen Kader nicht zusammenhalten können", sagt der FCH-Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald. Routinier Sebastian Griesbeck wechselt laut Bild zu Bundesligist 1. FC Union Berlin. Auch andere Leistungsträger wie der 16-fache Torschütze Tim Kleindienst (früher SC Freiburg) oder Mittelfeldspieler Niklas Dorsch dürften durch ihre Leistungen Begehrlichkeiten geweckt haben.

Eichner unterschreibt

Christian Eichner ist seit Mittwoch offiziell Cheftrainer des Karlsruher SC. Der 37-Jährige unterschrieb, genau wie sein Assistent Zlatan Bajramovic (früherer Profi des SC Freiburg), einen Vertrag bis Juni 2022. Das teilte der Fußball-Zweitligist mit. Eichner und KSC-Sportchef Oliver Kreuzer waren sich schon länger über eine Ausdehnung der Zusammenarbeit einig, hatten aber noch auf die Zustimmung des Beirats warten müssen. Eichner war nach der Entlassung von Ex-Coach Alois Schwartz Anfang Februar vom Co- zum Interimstrainer aufgerückt und führte die Karlsruher von Platz 17 noch zum direkten Klassenerhalt.

Petersen und Streich

Torjäger Nils Petersen vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg hat seinen Chefcoach Christian Streich einmal mehr in den höchsten Tönen gelobt. "Der Trainer und ich sind einfach auf einer Wellenlänge und haben den gleichen Blick auf den Fußball", sagte der zweimalige Nationalstürmer der Sportbild: "Ich kann mir nach fünf Jahren unter Christian Streich nicht mehr vorstellen, noch mal unter einem anderen Trainer zu spielen, bei dem ich nicht genau weiß, wie er denkt." Er schätze, dass Streich "im Profi-Business bodenständig geblieben ist und sich viel mit sozialpolitischen Themen beschäftigt", sagte Petersen. Vor den Spielen in Leipzig und München habe er sich mit dem Coach über Immobilien- und Mietpreise unterhalten, erzählte der 31-Jährige: "Alltägliche Themen, die aber jeden von uns in Deutschland beschäftigen."

HANDBALL

WM-Diskussionen

Die für Januar in Ägypten geplante WM sorgt für Diskussionsbedarf im deutschen Handball. Der Deutsche Handball-Bund ist ein Befürworter des Turniers, die Mannschaften der Handball-Bundesliga sehen die WM aus unterschiedlichen Gründen skeptisch. Das geht aus einem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlichten Interview mit Verbands-Vorstand Mark Schober und Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann hervor. "Hier sind der DHB und die HBL an der Seite des Weltverbandes IHF. Die WM ist für den Handball enorm wichtig: als Schaufenster unseres Sports", sagte Schober. Bohmann meinte, die Liga werde das Turnier unterstützen, sollte die Pandemie-Lage es zulassen. Die Vereine seien sich der Strahlkraft der WM bewusst. "Trotzdem gibt es Bedenken. Corona sorgt für zu viele Unwägbarkeiten, was die eigene wirtschaftliche Planbarkeit betrifft. Hinzu kommt ein sehr enger Terminplan, der dann im Januar von der WM unterbrochen wird."