Rückgrat Sport- und Gesundheit

Länger stark und fit im Alter – für Krafttraining ist es nie zu spät

Fr, 04. September 2020 um 17:05 Uhr

Anzeige Bereits im Alter von 30 Jahren beginnt der Körper damit, Muskeln abzubauen. Mit einem gezielten und regelmäßigen Krafttraining kann jeder Muskelschwund entgegenwirken, egal ob er 31 oder 80 Jahre alt ist.

Wer lange selbstständig bleiben möchte und seine Einkäufe ohne große Anstrengung die Treppe hochtragen will, sollte nicht nur seine Ausdauer trainieren, sondern auch regelmäßiges Training mit Gewichten in seinen Alltag einbauen. Das Ausdauertraining hat einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System, aber es schützt nicht vor Muskelatrophie (Muskelschwund) und Osteoporose (Knochenschwund). Gut trainierte und gestärkte Muskeln sind wichtig für die allgemeine Mobilität, sie stabilisieren die Gelenke und bewahren gerade ältere Menschen vor Stößen und Stürzen.

Verschiedene Studien belegen, dass Krafttraining auch im Alter sinnvoll ist

In den letzten Jahren ist das Krafttraining im Alter immer mehr in den Fokus gerückt. Studien berichten von einem Kraftzuwachs von 100 Prozent und mehr durch regelmäßiges Training. Auch die Zurückhaltung bei der Intensität ist passé: Belastungen von 80 bis 90 Prozent der Maximalkraft sind durchaus möglich und erwünscht.

Mit Krafttraining lässt sich die Lebensqualität erheblich steigern und sogar einen Zuwachs der Muskelzellen fördern. Wie alt der Mensch dabei ist, sei laut den Studien irrelevant. Selbst mit 80 Jahren kann der Körper noch neues Muskelgewebe aufbauen. Nur regelmäßiges Krafttraining mit schweren Gewichten regt den Körper immer dazu an, Knochen- und Muskelgewebe zu stärken.

"Insgesamt gibt es in der Sportmedizin und der Trainingswissenschaft eine klare Trendwende. Früher hat man bei älteren Menschen die Organe eher geschont. Heute weiß man, dass alle biologischen Systeme bis ins hohe Alter trainierbar sind", betont Prof. Albert Gollhofer. Der 59-jährige Leiter des Instituts für Sport und Sportwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Krafttrainings, ergänzt: "Das muskuläre System von Älteren ist gut trainierbar, auch die Knochen und sogar die Sehnen. Da wirkt schon eine Trainingseinheit."

Krafttraining hat viele positive Nebeneffekte
Das regelmäßige Training mit Gewichten hilft nicht nur dabei, Muskulatur aufzubauen und sie belastbarer zu machen. Krafttraining hat wie Ausdauertraining einen positiven Effekt auf den Gesamtzustand von Körper und Seele. Die gute Nachricht für Frauen, bei denen im Alter die Stabilität der Knochen und die Elastizität von Bändern und Sehnen nachlassen: Krafttraining ist eine effektive Prophylaxe gegen Osteoporose. Es schützt vor verschiedenen Krankheiten und stärkt obendrein das Immunsystem.

So gelingt der Einstieg ins Krafttraining
Der erste Schritt für Wieder- oder Neueinsteiger ist das gerätegestützte Training an Kraftmaschinen - in der Regel im Fitnessstudio. Das bietet vor allem den motorisch wenig Geübten die Sicherheit, sich unter Aufsicht nicht zu verletzen. Wichtig ist, dass gut ausgebildetes Fachpersonal einen passenden Trainingsplan erstellt und die Bewegungen kontrolliert.
Mindestens zweimal pro Woche sollte man sich für das Krafttraining Zeit nehmen, dann wirkt es wie ein Anti-Aging-Programm und stärkt Knochen, Sehnen und Bänder. Das regelmäßige Training ist gut für das Herz-Kreislauf-System, verbessert die psychische und physische Leistungsfähigkeit und hält vital und fit bis ins hohe Alter.
Es gibt viele gute Gründe, besser heute als morgen mit dem Training zu starten. Ein bisschen spazieren gehen reicht leider nicht aus, um im Alter fit und beweglich zu bleiben. Wer jetzt durchstarten will oder noch Fragen zum Thema Muskeltraining hat, kann sich gerne in einem der Rückgrat-Center in Freiburg oder Lörrach beraten lassen. Ansprechpartner und Adressen finden Sie hier: