30 Jahre Mauerfall

Drei Lahrer erzählen von ihrer Kindheit im Osten

Christian Kramberg und Bruno Kohlmeyer

Von Christian Kramberg & Bruno Kohlmeyer

Sa, 09. November 2019 um 09:20 Uhr

Lahr

BZ-Plus Ossis und Wessis – steckt diese Denkweise heute immer noch in den Köpfen? Die BZ hat mit drei Menschen dazu befragt. Was sie vereint: Sie sind alle in Ostdeutschland geboren und leben heute in Lahr.

Der Osten hat viel zu bieten
"Für Menschen wie mich, die um die Wendezeit geboren wurden, macht es keinen Unterschied, ob jemand aus Ost- oder Westdeutschland kommt. Das Denken in Kategorien wie Ossis und Wessis steckt wohl eher noch in den Köpfen der älteren Generationen. Aus meiner Sicht wurden die Ostdeutschen größtenteils erst nach der Wende wirklich selbstbewusst. In meinem Studium fiel mir auf, dass ostdeutsche Studenten im Vergleich zu ihren westdeutschen Kommilitonen eher zurückhaltend waren.

In den großen Städten wie Dresden, Leipzig oder Weimar blüht heutzutage das Leben und viele junge Menschen siedeln sich dort an. In den kleinen Städten und auf dem Land ziehen sie weg. Für mich als verbeamtete Lehrkraft beispielsweise macht es keinen Sinn, zurück in die Heimat zu ziehen. Die Gehälter sind weiterhin zu unterschiedlich. Unterschiede wie diese frustrieren und verärgern viele Menschen, die dort leben. Dies ist mit Sicherheit ein Grund für das Erstarken der Rechtspopulisten.

Auch wenn viele junge Menschen weiterhin Familie in Ostdeutschland haben, wohnen sie wegen des starken Einkommensgefälles dennoch im Westen. Das ist schade, denn die neuen Bundesländer haben sowohl landschaftlich als auch kulturell viel zu bieten."
Marie Bernhardt ist 32 Jahre alt und in ...

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