Corona-Krise

Landesregierung bringt Soforthilfen für kleine Unternehmen auf den Weg

dpa

Von dpa

Di, 24. März 2020 um 08:10 Uhr

Südwest

Das Geld soll direkt in klamme Kassen kommen: Die baden-württembergische Landesregierung will heute ein Notprogramm für Kleinunternehmer verabschieden- das schon am Mittwoch starten soll.

Mit Bürgschafts- und Kreditprogrammen können viele Kleinunternehmer und Selbstständige in der Corona-Krise nicht viel anfangen - zu langsam, zu umständlich. Das Land will nun dafür sorgen, dass direkt wieder Geld in die klammen Kassen kommt.

Selbstständige und kleine Unternehmen in Baden-Württemberg sollen noch in dieser Woche finanzielle Hilfe in der Coronavirus-Krise bekommen. In einer Sondersitzung hatte die grün-schwarze Landesregierung bereits am Sonntag grünes Licht für das "Soforthilfe Corona"-Programm gegeben - Details dazu will sie nun am Dienstag (12.00 Uhr) nach der regulären Sitzung des Kabinetts bekanntgeben. Am Mittwoch soll das Programm starten.

Sogenannte Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten sollen einmalig bis zu 9000 Euro erhalten können, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15.000 Euro, Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30.000 Euro bekommen können.

Das Geld soll den Betroffenen helfen, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu kompensieren. Das Ministerium geht in einer ersten groben Abschätzung allein für die ersten paar Wochen von einem Bedarf von etwa 1,5 Milliarden Euro aus. Unklar ist noch, wie das Landesprogramm mit den vom Bund angekündigten Hilfen zusammengebracht werden kann.

"Selbstständige, Kleinstunternehmer und kleine Unternehmen trifft es deswegen besonders hart, da sie naturgemäß über wenig Rücklagen verfügen", hatte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) vorab betont. Kreditprogramme seien für diese Firmen häufig zu langsam oder zu aufwendig - und im Moment zähle jeder Tag. "Es ist entscheidend, dass wir jetzt schnell Soforthilfen umsetzen, um uns erfolgreich einer drohenden Insolvenzwelle entgegenzustemmen", sagte Hoffmeister-Kraut. Man lasse die Unternehmen jetzt nicht im Stich.

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