Landjugend Mundelfingen legt Traumstart hin

skk

Von skk

Sa, 05. Oktober 2019

Hüfingen

Erntedankfest meldet gleich ein volles Zelt / Naturparkmarkt bietet regionale Produkte.

HÜFINGEN-MUNDELFINGEN (bom). Das 58. Kreiserntedankfest ist am Mittwochabend grandios gestartet. Die Stimmung im Festzelt war am ersten Tag während Stunden auf dem Siedepunkt und sorgte für einen ersten Höhepunkt. Die Brauereikapelle Fürstenberg unter Leitung von Matthias Mayer heizte in den Anfangsstunden dem Publikum ein, das zu Tausenden gekommen war.

Hüfingens Bürgermeister Michael Kollmeier und Mundelfinges Ortsvorsteher Michael Jerg absolvierten den Fassanstrich gemeinsam und souverän mit einem Schlag. Die Brauereikapelle hob mit ihrem Auftritt das Stimmungsbarometer. Nach kurzer Umbaupause nutzte die bayrische Partyband Dirndlknacker die Stimmung. Ein farbenprächtiges Bild an Dirndlträgerinnen und Burschen in Krachledernen breitete sich im Festzelt aus. Mächtig ins Schwitzen kamen die Helfer in der Küche und am Ausschank. Auch das Servicepersonal spielte seine Routine aus, um die Wünsche der Festgäste rasch zu bedienen.

Am Feiertag lockten tolles Herbstwetter, eine vielfältige Auswahl an Angeboten und diverse Aktionen die Besucher zum Naturparkmarkt Südschwarzwald, der das Erntedankfest begleitete. Bei den Besuchern war einmal mehr der Wunsch nach mehr Regionalität und biologischer Produktion der Produkte erkennbar. So kam es immer wieder vor, dass sie sich beim Kauf von einheimisch produziertem Käse, Brot oder Nudeln auch nach dem Herstellungsverfahren oder der Möglichkeit einer Besichtigung des Betriebes erkundigten. Die Standbetreiber gaben gerne Auskunft.

Vorgestellt wurden alte Handwerksberufe. So waren unter anderem ein Korbmacher und ein Küfer zu Gast. Marktorganisator und Landjugend-Mitglied Jan Welte gab zudem dem Naturschutzgroßprojekt Baar die Möglichkeit, die Maßnahmen zu präsentieren. Riesigen Anklang bei Jung und Alt fanden die selbst konstruierten alten Outdoor-Spiele von Manfred Schneider. Auch das Interesse an der Kochschule des Naturparks war enorm.

Zwischen Verbraucherwunsch und Wirklichkeit drehte sich am Feiertag eine Diskussion. Unter der Leitung der Agraringenieurin Anne Körkel drehte sich der Austausch um die heutigen Bewirtschaftungsmethoden der Ackerflächen und die sich dadurch ergebende Art der Erzeugung. Ihre Diskussionspartner waren sich einig, dass regionale Produktion eine größere Wertschätzung erfahren müsse, egal ob konventionell oder im zertifizierten Biobetrieb erzeugt.

Landrat Sven Hinterseh und Agrarminister Peter Hauk waren sich einig, dass ein Anstieg der regional erzeugten Lebensmittel nur über ein geändertes Verbraucherverhalten erfolgen kann. Der Bruggener Landwirt Mathias Friedrich empfahl, die Kennzeichnung für die Herkunft der Lebensmittel und ihrer Inhaltsstoffe zu verschärfen und mit dem Bürokratieabbau ernst zu machen.