Artenschutz

Lebensraum im "Lehener Wanner" wird kleiner

Barbara Wimmel

Von Barbara Wimmel

Di, 08. Oktober 2019

Leserbriefe Freiburg

Leserbrief zum Artikel "Zweiter Anlauf im Mooswald", BZ vom 25. September, und zum Kommentar "Nichts ist alternativlos", BZ vom 28. September, über die gestoppte Fällung der Bäume am Keidelbad.

Einen zweiten Anlauf für den Erhalt von sogar mehr als 190 Bäumen, nämlich über 200, Totholzbäume nicht mitgezählt, wünsche nicht nur ich mir auch im fast 100 Jahre alten und bunten Gartengebiet "Lehener Wanner" an der Sundgauallee.

Uwe Mauch schreibt zu den Keidel-Bäumen, der Artenschutz sei nicht tangiert. Artenschutz bedeutet aber nicht nur Schutz gefährdeter Arten, sondern ebenso Schutz der immer mehr abnehmenden Zahl von zum Beispiel Brutpaaren vieler Arten, die (noch) nicht auf der Roten Liste stehen.

Die Gefährdung ist sogar noch größer in Nicht-Waldgebieten, wie die Bodensee-Studie gerade bestätigte: Die Zahl der Brutpaare ist um ein Viertel geschrumpft, und vor allem häufig vorkommende Arten gehen stark zurück. Nicht nur Vögel haben in den Gärten des Lehener Wanner ihren Lebensraum, der gerade in (Schwarm-)Stadtgebieten immer kleiner wird.

Auch Friday for Future Freiburg fordert – Zitat – "Starke Maßnahmen für den Artenschutz". Diese 69 Gärten im zweiten Anlauf zu erhalten, wäre eine starke Maßnahme, die allen Lebewesen, Tieren, Bäumen und uns Freiburgerinnen und Freiburgern jetzt und für die Zukunft zugutekäme. Barbara Wimmel, Freiburg