Lang, länger, Schwarzwald-Marathon

Annemarie Zwick

Von Annemarie Zwick

Fr, 11. Oktober 2019

Leichtathletik (regional)

Der Laufklassiker soll am Sonntag bis zu 2600 Starter nach Bräunlingen locken, die sich auf perfektes Herbstwetter freuen.

BRÄUNLINGEN. Das vielleicht letzte Sommerwochenende in diesem Jahr sollte alle, die ihre Sinne beisammen haben, raus in die Natur locken. Gut trainierte Ausdauersportler können sich beim 52. internationalen Schwarzwald-Marathon rund um Bräunlingen am Sonntag nach Lust und Laune fordern und verausgaben. Die Veranstalter hoffen für beide Tage auf viele kurzentschlossene Starter. Bisher liegen für den Marathon rund 460, für den Halbmarathon etwa 1100 Meldungen vor.

"Sehr, sehr gut" findet Frank Kliche, der Vorsitzende des Ausrichtervereins LSG Schwarzwald-Marathon, diese Zahlen. Bisher hätten schon mehr Läufer und Läuferinnen gemeldet als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Mit damals 2584 Meldungen für beide Tage wurde die Teilnehmerzahl der 50. Auflage im Jubiläumsjahr 2017 nur knapp verpasst. Jene 2600 markieren den höchsten Wert seit etlichen Jahren.

Der Bräunlinger Marathon ist eben ein Klassiker mit langer Tradition. Viele Langstreckler kehren immer wieder gern zurück in das Zähringerstädtchen an der Breg. Weil sie die familiäre Atmosphäre mögen und dass es im Gegensatz zu großen Stadtmarathons überschaubar ist und unaufgeregt zugeht. Aber der sicher größte Trumpf des Schwarzwald-Marathons ist und bleibt die Natur. Die große Schleife führt zu 80 Prozent über Waldwege, die halbe Distanz immerhin zu 70 Prozent. Auch das Streckenprofil dürfte den meisten Startern entgegenkommen: Bei beiden Varianten finden sich die Steigungen überwiegend auf der ersten Hälfte, noch dazu in moderater Ausprägung; danach überwiegt ebenfalls leichtes Gefälle – wohltuend, wenn die Kräfte schwinden. Und wenn in den Waldstücken die bunten Blätter an und unter den Laubbäumen mit verschwenderischer Farbenpracht bezaubern und diverse Vierbeiner auf den Weiden den vorbeieilenden Zweibeinern mit großen Augen nachschauen, können Letztere bei aller körperlichen Anstrengung nebenbei ihren Akku wieder laden.

Auch das Wetter passt allen Vorhersagen nach wie im Vorjahr. "Spitzenmäßig" findet Frank Kliche die sonnigen Aussichten bei Temperaturen von zehn, elf Grad beim Start bis zu 20, 21 Grad im Lauf des Wettkampfs und einer leichten Brise.

Bei den Männern könnte sich das abwechslungsreiche und lange spannende Duell aus dem Vorjahr wiederholen, denn sowohl Sieger Nils Schallner (Freiburg) als auch der um elf Sekunden distanzierte Peter Fane (Hüfingen) haben wieder gemeldet. "Alle anderen halten sich bedeckt wie üblich", sagt Kliche über mögliche Mitfavoriten, die mitunter erst kurz vor dem Start auftauchen.

Bei den Frauen ist noch keine Sieganwärterin auszumachen. Stefanie Doll verzichtet diesmal auf einen Start. Die Schwarzwälder Ausnahmeläuferin "muss noch den Berlin-Marathon verdauen", bei dem sie vor zwei Wochen ihre Bestzeit auf 2:35:33 Stunden steigerte. Das tolle Wetter will sie auf dem Rad genießen. Nachmeldungen sind möglich bis 30 Minuten vor dem jeweiligen Start.

Der Zeitplan: Samstag: 14 Uhr Start 1,05 Kilometer Schüler-/Jugendlauf I; 14.20 Uhr 1,75 Kilometer Schüler-/Jugendlauf II; 15 Uhr 10-Kilometer-Lauf; 15.05 Uhr 10 Kilometer Nordic Walking/Walking. Sonntag: 9.30 Uhr Start Marathon und Staffelmarathon; 10 Uhr Start Halbmarathon; von etwa 11.10 Uhr Zieleinlauf Halbmarathon; von etwa 12 Uhr Zieleinlauf Marathon; 14.30 Uhr Start Bambinilauf.