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Leipzig nach 0:2 gegen Liverpool fast schon raus aus der Champions League

dpa

Von dpa

Di, 16. Februar 2021 um 23:11 Uhr

Fussball International

RB Leipzig erleidet nach kapitalen Fehlern eine 0:2-Niederlage in Budapest gegen den FC Liverpool im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League. Auch der FC Barcelona verliert sein Heimspiel.

Haarsträubende Abwehrfehler haben Julian Nagelsmann zumindest ein Remis im ersten Teil des Trainer-Duells mit Jürgen Klopp gekostet und RB Leipzig in der Champions League vor eine fast unmögliche Aufgabe gestellt. Die Sachsen verloren das nach Budapest verlegte Achtelfinal-Hinspiel am Dienstag gegen den FC Liverpool mit 0:2 (0:0). Bei ihren Toren nutzten die Star-Angreifer Mohamed Salah (53.) und Sadio Mané (58.) Leipziger Fehler, die auf diesem Niveau nicht passieren dürfen. Der englische Meister hat nun für das Rückspiel am 10. März den klaren Vorteil. Noch ist allerdings unklar, ob die Partie aufgrund von coronabedingten Reisebeschränkungen im Stadion an der Anfield Road stattfinden kann.
Die RB-Verantwortlichen bemühten sich redlich, in der Puskas-Arena eine gewisse Heimspiel-Atmosphäre aufkommen zu lassen. Gemäß Uefa-Richtlinien war der eigene Stadionsprecher angereist, zudem wurden die Fahnen der Fanclubs in der leeren Arena aufgehängt. Das inspirierte die Mannschaft offenbar zunächst, denn schon in der fünften Minute verhinderte nur der Pfosten die Führung durch einen Kopfball von Dani Olmo. Der spanische Nationalspieler sollte zusammen mit Christopher Nkunku die Abwehr Liverpools bearbeiten, auf einen echten Stürmer verzichtete Nagelsmann. Trotz der guten Anfangsphase machte sich bei Leipzig schnell Nervosität breit, gerade aus der Dreierkette heraus wurden allerhand Fehlpässe im Spielaufbau produziert.
Das in der Premier League kriselnde Liverpool bekam immer mehr Kontrolle und brachte RB in Verlegenheit. Salah (15.) scheiterte an Leipzigs Torwart Peter Gulacsi, Roberto Firmino setzte den Nachschuss ans Außennetz. Dann griff auch das dritte Mitglied der "Fab Three" ein, doch der Kopfball von Mané (24.) ging knapp drüber. Kurz darauf musste Gulacsi (31.) beim Herauslaufen alles riskieren, rettete bei einem Konter knapp vor Mané. Leipzig fand bis zur Pause offensiv nicht mehr statt. "Wir müssen viel mutiger in die Tiefe starten und die Ruhe behalten", sagte Sportdirektor Markus Krösche in der Halbzeit.

Sabitzer und Mukiele patzen

Nkunku (47.) setzte das sogleich um und hatte die Führung nach starkem Vertikalpass von Olmo auf dem Fuß, scheiterte aber am zuletzt in der Kritik stehenden LFC-Keeper Alisson. Das Problem: Leipzig stellte die Fehler im Spielaufbau nicht ab – und dieses Mal schlug Liverpool zu. Kapitän Marcel Sabitzer spielte den Ball schlampig zurück in die Abwehr, Lukas Klostermann rutschte weg und Salah nahm diese Einladung zu seinem vierten Tor in der laufenden Königsklassen-Saison an.
Nur fünf Minuten später leistete sich die RB-Abwehr den nächsten abenteuerlichen Fehler. Bei einem langen Pass trat Nordi Mukiele über den Ball, so dass Mané freie Bahn zum Tor hatte. Gulacsi war einmal mehr chancenlos. Nagelsmann reagierte, brachte Willi Orban für Mukiele und in Yussuf Poulsen zudem einen echten Stürmer. Wirkung zeigte das nicht umgehend, Liverpool verwaltete die Führung größtenteils souverän.

Barcelona chancenlos gegen Paris

Der französische Fußballstar Kylian Mbappé hat Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Barcelona mit drei Toren zu einer guten Ausgangsposition verholfen. Im ersten Königsklassen-Spiel des neuen Trainers Mauricio Pochettino gewannen die Pariser am Dienstagabend im Camp Nou mit 4:1 (1:1) und gehen als Favorit für das Viertelfinale ins Rückspiel am 10. März. Neben dem stark aufspielenden Mbappé (32., 65., 85.) traf Moise Kean (70.) für PSG. Die Führung der Gastgeber hatte der ansonsten schwache Lionel Messi (27.) per Foulelfmeter erzielt. PSG spielte immer wieder mutig nach vorne, obwohl neben Angel di Maria auch der brasilianische Star Neymar fehlte, der früher bei Barça unter Vertrag war. Barcelona kam kaum zu Chancen, nur Messi traf vom Elfmeterpunkt. Der unauffällig spielende Argentinier nutzte die Chance beim Strafstoß sicher.