Leipzig patzt erneut

dpa

Von dpa

Do, 28. Mai 2020

1. Bundesliga

Hertha BSC bleibt unter Bruno Labbadia weiterhin ungeschlagen und holt bei RB einen Punkt.

(dpa). RB Leipzig hat gegen die Geister-Überflieger von Hertha BSC den nächsten Dämpfer kassiert und kann die Jagd auf Spitzenreiter Bayern München wohl endgültig abhaken. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann kam gegen die Berliner am Mittwoch nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und verpasste damit den Sprung auf den zweiten Platz der Bundesliga. Sechs Spieltage vor Schluss hat Leipzig neun Punkte Rückstand auf die Bayern. Hertha bleibt unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia nach zuvor zwei Siegen ungeschlagen.

Die Hertha startete gut ins Spiel: Eine Ecke von Marvin Plattenhardt landete direkt auf dem Fuß des ungedeckten Grujic. Die Liverpool-Leihgabe traf mühelos aus wenigen Metern. Wie schon beim Geister-Auftakt gegen Freiburg kassierte Leipzig ein Gegentor nach einer Ecke. Kurz darauf musste Plattenhardt vom Feld. Der Linksverteidiger hatte sich kurz vor dem Tor bei einem Kopfballduell mit Adams verletzt.

Nagelsmann reagierte taktisch, stellte auf Dreierkette um. Dennoch fand RB zunächst weiterhin kein Mittel gegen die kompakt stehenden Berliner. Christopher Nkunku musste den offensiven Linksverteidiger geben, kam auf der Position aber kaum zur Geltung. Also nutzte der Franzose einen ruhenden Ball. Sein Eckball landete auf dem Kopf von Nationalspieler Klostermann und schlug schließlich im langen Eck ein.

Im letzten Drittel agierte Leipzig zu hektisch, entwickelte vor der Pause nur durch einen Freistoß von Marcel Sabitzer (37.) noch einmal Gefahr. Das Spiel blieb umkämpft und chancenarm. Leipzig musste über eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen. Halstenberg foulte seinen früheren Teamkollegen Cunha und sah die Gelb-Rote Karte. Nagelsmann brachte Außenverteidiger Angelino für Nkunku.

Für Leipzigs Führung hätte es den Wechsel nicht gebraucht. Schick zog aus gut 18 Metern ab, Jarstein hielt eigentlich. Doch irgendwie bekam der Norweger den Ball nicht zu packen und boxte ihn sich selbst in Richtung Tor, in das er dann auch trudelte. Doch die Berliner zeigten sich von dem Patzer nicht geschockt. Nach Foul von Lookman an Cunha versenkte Piatek den Strafstoß.