Leserbriefe

Christoph Weber (Schallstadt )

Von Christoph Weber (Schallstadt )

Mi, 18. November 2020

Bad Krozingen

UHZ BAD KROZINGEN
Das ist eine geradezu paternalistische Haltung
Zur Diskussion um die künftige Personalvertretung am Bad Krozinger Herzzentrum erreichte uns folgende Zuschrift:

Standortpersonalräte wie im Ortenauklinikum oder bei der Stadt Freiburg funktionieren sehr gut. Dennoch verweigert die Geschäftsführung von UHZ und Uniklinik einen solchen Personalrat am Bad Krozinger UHZ. Die Begründung, mit der sich Professor Wenz und Anja Simon über den Willen von Beschäftigten, UHZ-Betriebsrat und Uniklinik-Personalrat hinwegsetzen – ein eigener Personalrat behindere das "Zusammenwachsen" – zeugt, zurückhaltend ausgedrückt, von einer paternalistischen Haltung: Wenz und Simon meinen, sie wüssten besser, was den Beschäftigten guttut. Aber nur fairer und respektvoller Umgang motiviert Beschäftigte, sich fürs Zusammenwachsen einzusetzen. Ganz wesentlich dafür ist, dass sie eine gewählte Vertretung vor Ort haben und über einen Gesamtpersonalrat standortübergreifende Angelegenheiten beeinflussen können. Mehr als befremdlich ist, dass die grüne Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ausdrücklich die abwegige Argumentation stützt und lediglich auf eine Neuregelung in der nächsten Legislaturperiode durch Vergrößerung des Uniklinikpersonalrats vertröstet. Hier stellt sich die Frage: Wie ernst meinen es die Grünen mit ihrem Bekenntnis zur Mitbestimmung? Christoph Weber , Schallstadt