Leserbriefe

Peter Postler

Von Peter Postler (Waldkirch)

Mo, 03. Mai 2021

Waldkirch

BAUGEBIET "INRIED"
"Über die Restfläche wurde nichts gesagt"
Zum BZ-Artikel "Bauen, bauen und nochmals bauen" vom 23. April:

Mein Interesse an der Gemeinderatssitzung zum Baugebiet Inried wurde enttäuscht. Die Zusage der Firma Faller, dort auf zirka vier Hektar ein neues Werk zu bauen und damit in Waldkirch bleiben zu wollen, wurde durch die Fraktionen des Gemeinderates in kleinklein zerredet. Da wurde die Größe eines von Faller geplanten und notwendigen Hochregallagers in seiner Höhe beanstandet. Man schlug vor, es teilweise in die Erde zu verlegen? Ein Rat bemerkte, er könne bei der Gebäudehöhe nicht mehr störungsfrei von seinem Haus Richtung Kandel schauen! Ein weiterer Vorschlag war, diese Gebäudefläche zu begrünen, sie sähe dann sicher nicht mehr so mächtig aus! Pflanzen wurden nicht genannt. Zum Parkplatz der Firma wurde vorgeschlagen, Autos auf das Dach des Produktionsgebäudes zu verlagern!

Ein anderer Einwand war, dass der momentane Radweg von der Siensbacherstraße her ja gar kein Radweg wäre, sondern nur eine asphaltierte Strecke, die nicht geeignet wäre. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit der Anbindung an die Haltestelle Kollnau. Hier gibt es seit dem Bebauungsplan Kollnau/Unterdorf von 2006 den Vorschlag, einen Stahlturm (circa 30 Meter) mit Aufzug und Brücke vom Bahnniveau über die Gleise hinauf auf das Niveau der Siensbacherstraße zu bauen, um den Parkplatz oben zu erreichen! Das brachte den Einwurf eines Gemeinderates, man müsse den Bahnsteig auf die andere (südliche) Seite der Gleise verlegen, so wäre man beim Aus- und Einsteigen gleich auf der richtigen Bergseite!? Ein zweiter sagte, dass bereits eine Tunnelunterführung existiere, die man nur ausbauen müsste!?

So können sich nur Gemeinderäte erklären, die das Gelände vor Ort nicht kennen. Sie reden auf einer anderen Ebene, die Bürger nicht verstehen. Über die Qualität und Ernsthaftigkeit der Aussagen möge sich der Leser selbst ein Bild machen.

Über die Restfläche des Baugebietes Inried wurde mit einem Wisch nichts erklärt. Da Faller nur vier Hektar beansprucht, bleiben noch 3,9 übrig, über deren Verwendung die Verwaltung den Mantel des Schweigens legte. Keine Flächenangebote mit entsprechender Erschließung für mögliche Interessenten. Und die Kostenseite wurde ebenfalls ausgeklammert.

Das Abstimmungsergebnis der Sitzung war eindeutig Pro. Ich hoffe für Faller auch. Peter Postler, Waldkirch