Leserbriefe

Hedwig Anna Heese

Von Hedwig Anna Heese (Herrischried)

Mo, 26. April 2021

St. Blasien

THEMA
Hoffentlich wird das Bad nicht abgewickelt
Zum Artikel "Revital-Bad verzichtet auf das Radon" (BZ vom 15. April, Seite 24)
Ich habe diese Mitteilung nicht nur mit großem Entsetzen, sondern darüber hinaus auch mit Wut und Traurigkeit zur Kenntnis genommen, hat doch diese Radon-Therapie in den letzten Jahren maßgeblich zur Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen einer chronischen Krankheit beigetragen. So wie viele andere Patienten, die aus dem gesamten Bundesgebiet anreisten, nutzte ich die vielfältigen zusätzlichen Angebote des Bades, sowohl im medizinisch-physiotherapeutischen – als auch im Wellnessbereich. Patienten haben sich dort mit Unterstützung eines professionellen, sehr freundlichen Teams gut aufgenommen gefühlt. Einige haben sogar zweimal im Jahr die Therapie gemacht und dementsprechend zu einer guten Entwicklung des Tourismus hier in der Region beigetragen, eben wegen der üblichen Verweildauer von zirka zwei bis drei Wochen, und zwar während des ganzen Jahres! Tagestourismus ist wahrscheinlich nicht so effizient. Nun werde ich, wie einige meiner Leidensgenossen, quer durch die Republik reisen müssen. Angebote für Radon-Therapien sind in den Bädern Ostdeutschlands möglich, weit entfernt von unserem Ländle, nahe der tschechischen Grenze. Bleibt nur zu hoffen, dass das Bad nicht komplett "abgewickelt" wird. Dieses unsägliche Wort hat man ja in den letzten Jahren des öfteren im Zusammenhang mit Maßnahmen, die in der Regel nicht der Bevölkerung zugute kommen, gehört. Man denke an die Schließung der kleinen Krankenhäuser. Modernes Management nimmt so manchen "Kahlschlag" in Kauf. Bleibt nur noch die Hoffnung, dass sich vielleicht eine andere Lösung finden wird. Ansonsten müssen wir uns mit dem "Spaßbad" oder dem "Wohlfühltempel" zufriedengeben. Hedwig Anna Heese, Herrischried