Leserbriefe

Heidi Schönberger-Kuse

Von Heidi Schönberger-Kuse (Freiburg)

Mi, 05. Mai 2021

Kirchzarten

INKLUSION AN SCHULEN
Körpergerechtes Sitzen und Arbeiten
Zu "Inklusion als Schulprojekt für alle" in der BZ vom 27. April:
Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen und unterstütze die sonderpädagogischen Bemühungen in unserem Bildungssystem. Als Ergotherapeutin war ich unter anderem dafür zuständig, nicht nur in der Sonderschule für körperbehinderte Kinder, sondern auch in um Integration bemühten Grundschulen für körpergerechtes Sitzen und Arbeiten an in Höhen oder Neigung angepassten Tischen zu sorgen. Das lag im Interesse der Schulleitung beziehungsweise der Lehrerinnen und Lehrer.

Eltern schulpflichtiger Kinder lernen heute bereits, für ihre Kinder beim Kauf von Möbeln die Körperhaltung, das Körperwachstum und die Lichtquelle zu berücksichtigen und wünschen sich eine Beratung durch Fachleute.

Selbige wären in der Einrichtung, in der das Foto zum obenstehenden Artikel gemacht wurde, vonnöten gewesen. Wenn die Füße nicht am Boden festen Halt haben, kann die Aufrichtung der Wirbelsäule vom Becken nicht gelingen. Hat ein Arm keine stützende Haltefunktion, kann der andere Arm keine kontinuierliche feinmotorische Schreibbewegung ausführen. Und schauen Sie sich doch bitte mal die Kopfhaltung aller abgebildeten Kinder an: Ob diese Schiefhaltungen der Halswirbelsäule und der damit verbundene Abstand der Augen zum Werkmaterial auf Dauer gut tut?

Heidi Schönberger-Kuse, Freiburg

Mit Fußkontakt bessere Lernergebnisse
Der interessante Artikel ist mit einem großen Foto versehen, was Schülerinnen und Schüler mit und ohne Hilfsmittel an ihren Tischen zeigt. Diese sind von der Höhe leider für die meisten so konzipiert, dass sie viel zu hoch sind und die Kinder mit ihren Füßen keinen Bodenkontakt haben. Aus meiner langen Erfahrung auch in der Prävention möchte ich auf diesen Umstand gerne hinweisen. Mit Fußkontakt zum Boden werden bei Kindern bessere Lernergebnisse möglich.

Hege Maria Verweyen, Freiburg