Leserbriefe

Dieter Eckert

Von Dieter Eckert (Wehr)

Mi, 11. Mai 2022

Wehr

EIN GYMNASIUM FÜR WEHR

"Stellen wir uns auf die Hinterbeine"
Zum Beitrag "Wehr steht in den Startlöchern" (BZ vom 7. Mai).
Das darf doch nicht wahr sein! Hat Bürgermeister Michael Thater kein Interesse mehr, sich für dieses für Wehr so existentielle Vorhaben zu engagieren? Vor cirka neun Jahren waren wir bei Kultusminister Stoch in Stuttgart und haben eine deftige Abfuhr bezüglich der Einrichtung eines Gymnasiums für Wehr erhalten.

Doch die Voraussetzungen und Chancen haben sich seitdem stark verändert, man muss das jetzt wieder aufgreifen. Dazu kommt, dass die Schülerzahlen, welche die Gymnasien besuchen, im Landkreis Waldshut weit unter Landesdurchschnitt liegen. Schopfheim wird bald siebenzügig bei den Eingangsklassen. Im Landkreis Lörrach sind acht Gymnasien (228 000 Einwohner), im Landkreis Waldshut (171 000 Einwohner) lediglich vier Gymnasien vorhanden.

Was früher Engen, Neuenburg, Bad Krozingen und jüngst Wutöschingen geschafft haben, müsste in Wehr doch auch möglich sein. Warum geht ein großer Teil unserer Kinder lieber auf die Realschule in Bad Säckingen? Wir fragen uns warum.

Eine Resignation bei der Bevölkerung in den verschiedenen Bereichen macht sich schon länger breit. Wehr müsste punkten, da sonst die lagebedingten Nachteile immer größer werden. Stagnierende Einwohnerzahl, Verwaisung der Hauptstraße, Nachteile für Führungskräfte in Industrie, Ärzte und vieles mehr. Auch bei den Randsportarten fehlen bei uns meistens die 16-20-Jährigen, welche ein Gymnasium besuchen.

Laut Bürgermeister Thater ist für ein Gymnasium schon Jahre eine Fläche reserviert. Herr Thater, nutzen sie jetzt die einmalige Chance, binden sie interessierte Bürger, den Gemeinderat, unsere Landtagsabgeordneten und unter Umständen die Nachbargemeinden ein. Eine gute Vorbereitung mit Fakten ist alles. Engen und Wutöschingen haben es seinerzeit vorgemacht! Wehr wird auch wieder einmal wachsen.

Wir "Wehrer" würden uns sicherlich freuen, wenn ein Gymnasium (z.B. Anne- Sophie-Mutter-Gymnasium oder Sportgymnasium) realisiert werden kann. Stellen wir uns mit Unterstützung der Bevölkerung auf die Hinterbeine, es hängt viel davon ab.Dieter Eckert, Wehr