Leserbriefe

Barbara und Jochen Zucker (Eisenbach )

Von Barbara und Jochen Zucker (Eisenbach )

Mi, 11. März 2020

Leserbriefe Hochschwarzwald

ZUNFTABEND
Rügerecht gehört zur Fastnacht
Zum Artikel "Narren weisen Vorwürfe gegen sich zurück", BZ vom 5. März, Seite 20:
Das Rügerecht gegenüber der Obrigkeit gehört zur Fastnacht wie die Buße des Narren zum Aschermittwoch.

Eigentlich findet hier im Südwesten die Rüge oder das Strählen, Aufsagen oder Schnurren hinter einer Larve statt, um den Narr nicht zu erkennen und auch im späteren Jahreslauf sollte der Narr sich nicht zu erkennen geben, so jedenfalls der Ursprungsgedanke.

Zunftabende sind die Narrengerichte des 20. und 21. Jahrhunderts im schwäbisch-alemannischen Raum, wie sie original und historisch in Stockach, Tiengen und Möhringen verbrieft sind und dort wird nicht gerade zimperlich mit den Delinquenten umgegangen.

Bei dieser karnevalesken Unterart der rheinischen Prunksitzung die ihren Weg im ausgehenden 19. Jahrhundert in den Südwesten fand, geschieht dies unverlarvt und deshalb kann hier plötzlich der Gerügte zum Tadelnden werden, kennt er doch seine Peiniger und kann sie entsprechend zur Rechenschaft ziehen.

Das ist sehr schade, wird hier doch der Sinn des Rügens und der Kritik an der Obrigkeit ad absurdum geführt.

Fastnacht war früher der einzige Termin, um der Obrigkeit den Spiegel, ohne weitere Konsequenzen, vorzuhalten und da wir, wie bereits in einem Leserbrief erwähnt, heute in einer Demokratie ohne Fastnachtsverbote leben, sollte dies auch oder gerade in einem Wahljahr möglich sein. Also Asche aufs Haupt!
Barbara und Jochen Zucker, Eisenbach



KUCKES-RÜCKZIEHER
Entscheidungen werden zusammen getroffen
zum Rückzug von Amtsinhaber Alexander Kuckes als Bürgermeisterkandidat:

Schade, dass ein paar unzufriedene Mitbürger die Bürgermeisterwahl in Eisenbach so beeinflussen. Jeder Mensch hat seine Fehler und Marotten, aber es ist auch nicht möglich, es allen recht zu machen. Die Entscheidungen in einer Gemeinde werden zusammen mit dem Gemeinderat getroffen. Dies war auch bei der Schneeräumung in Eisenbach der Fall, da sogar einstimmig. Wir haben Herrn Kuckes in den letzten 16 Jahren vieles zu verdanken. Beim Gewerbegebiet Rütte I gab es auch einige Gegner sowie Beschimpfungen. Jetzt ist man froh, dass man die Betriebe in Eisenbach halten konnte und man somit keinen weiten Weg zur Arbeit hat. Ein anderer Bürgermeister hätte dies vielleicht nicht erreicht. Ist all dies und vieles mehr auf einmal nichts mehr wert? Manche sagen, sie gehen nicht zur Wahl, da man bei nur einem Bewerber auf den Stimmzettel ja sowieso keine Wahl hat. Das ist falsch, denn man hat die Möglichkeit einen Namen auf den Stimmzettel zu schreiben. Da Karlheinz Rontke der einzige Kandidat auf dem Stimmzettel ist, wäre für ihn eine niedrige Wahlbeteiligung schlecht, da er dadurch nicht weiß, ob die Bürger hinter ihm stehen. Deshalb gehen hoffentlich am kommenden Sonntag viele zur Wahl und geben ihre Stimme ab.
Klaus Schuler, Schollach