Leserbriefe

Maria Weismann (Waldkirch-Kollnau)

Von Maria Weismann (Waldkirch-Kollnau)

Di, 04. Mai 2021

Glottertal

WOLF IM SCHWARZWALD
"Nicht in einem Touristengebiet"
Zu "Der Wolf steht quasi vor der Haustür" in der BZ-Ausgabe vom 20. April:
Die fundierten Argumente des Glottertäler Gemeinderates mit den dahinter stehenden mehr als verständlichen Befürchtungen der Landwirte und Viehzüchter sprechen für sich. Die Fragen bleiben: Wozu brauchen wir den Wolf überhaupt und wem nützt er? Bisher hat seine Wiederansiedlung in unserem eng besiedelten Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum nur Schäden angerichtet und Ängste ausgelöst, beides wird sich mit dem Wachstum der Rudel noch steigern. Die Forderung an die Landwirte, sich dagegen mit Zäunen und teuer ausgebildeten Spezialhunden zu schützen, ist nicht leistbar und sowieso eine unverschämte Zumutung.

Das einzige Argument der Naturschützer, dass der Wolf hierher gehöre, weil er einmal hier war, ist mehr als fragwürdig. Mir scheint, dass einige Vertreter der Naturschützer mit extremen Vorstellungen vom Wildtierschutz ihren politischen Einfluss geltend gemacht haben ohne Rücksicht auf betroffene Bauern und auch auf die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung, deren Widerstand wachsen wird.

Der Wolf hat in den Weiten Sibiriens, Kanadas und noch vielerorts genügend Lebensraum, nicht aber bei uns in Deutschland und schon gar nicht in einem Touristengebiet wie dem Schwarzwald. Maria Weismann, Waldkirch-Kollnau