Leserbriefe

Jürgen Wittneben (Murg-Oberhof)

Von Jürgen Wittneben (Murg-Oberhof)

Do, 18. Juni 2020

Murg

SCHLIESSUNG DER HALLEN
Sind Gemeinderat und Verwaltung überfordert?
Zum Artikel "Schwimmbad und Hallen in Murg bleiben zu", BZ vom 17. Juni
Ich finde es äußerst unverständlich, wenn sechs Ratsmitglieder in der so wichtigen Frage der Hallen- und Veranstaltungsgebäudenutzung sich ihrer Stimme enthalten. Das Vereinsleben in Murg ist der Lebensnerv in der Gemeinde, und unsere Bürgervertreter sollten sich verantwortlich Gedanken machen, ob sie diesen nach einer mehrmonatigen Zwangspause weiter "abtöten" wollen.

Jeder kommerzielle Betrieb, vom Industrie- und Handwerksbetrieb, dem Handel, der Gastronomie und Hotellerie bis hin zum Frisörladen, stellt sich dem durch die Pandemie erzwungenen Notstand und ergreift alle erforderlichen und vorgeschriebenen Maßnahmen, um den Betrieb wieder in Gang zu setzen. Fühlen sich unsere Verwaltung und der Gemeinderat etwa überfordert!?

Bei den von den Vereinen veranstalteten Aktivitäten – insbesondere beim Sport – handelt es sich in Murg und Ortsteilen in der Regel um rund zehn bis 20 Teilnehmer, also eine überschaubare Anzahl von sehr gut miteinander bekannten Personen. Es wäre ein leichtes, für jede Aktivität ein Hygienekonzept umzusetzen, wenn die Verwaltung einen Rahmen vorgibt.

Viele Familien werden den Sommer über zuhause verbringen; warum müssen eigentlich die gemeindeeigenen Hallen- und Veranstaltungsgebäude in den Sommerferien geschlossen bleiben, vor allem, wenn die vorgeschriebenen Einschränkungen weiter gelockert werden sollten? Auch hier ist Phantasie und Aktivität der Verwaltung gefordert. Die Vereine sind sicherlich zu jeder Unterstützung mit großer Verantwortlichkeit bereit.
Jürgen Wittneben, Murg-Oberhof