Leserbriefe

Johanna Schwörer

Von Johanna Schwörer (Friedenweiler)

Fr, 14. Februar 2020

Leserbriefe Breisgau

BREISGAU-S-BAHN

"Die Pendler dürfen die Folgen tragen"
Zur Berichterstattung über die Folgen von Sturm "Sabine" für die Breisgau-S-Bahn:
Warum hat die Bahn im Zuge der Erneuerung der Höllentalbahngleise und Elektrifizierung nicht gleich die entsprechenden Bäume in unmittelbarer Nähe der Gleise entfernen lassen? Störungen und Unterbrechungen sind doch durch diese Versäumnisse vorprogrammiert und Folgekosten dadurch wesentlich höher. Wo bleibt der gesunde Menschenverstand, wer trägt hierfür die Verantwortung?

Die Pendler dürfen die Folgen tragen. Ist der tägliche Weg zur Arbeit für uns Pendler so wenig "wert", dass wir absolut keine Lobby haben, so als gäbe es uns gar nicht? Erfahrungen und Erlebnisse von uns, die täglich diese Strecke benützen, werden allesamt ignoriert! Was sind das für Entscheidungsträger, die dies und noch viel mehr einfach ignorieren?

Johanna Schwörer, Friedenweiler

"Keinerlei Hinweise auf Busverbindungen"
Wie kann es sein, dass bei einer mehrtägigen Bahnstreckensperrung zwischen Titisee und Seebrugg kein Busersatzverkehr eingerichtet wird? Seit dem 15. Dezember 2019 fährt die S-Bahn auf dieser Strecke, in den Abendstunden als Busverbindung, zwischen 4.58 und 22.52 Uhr. So wäre es nun auch entlang der Dreiseenbahn problemlos möglich, weitgehend autofrei zu leben. Ich möchte die Verantwortlichen bitten, dass so eine Situation künftig nicht mehr vorkommt, denn nur so ist der umweltbewusste Bürger in der Lage, seinen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten. Ein weiteres Anliegen meinerseits: Seit Mitte Dezember fährt die S-Bahn mit sehr positiven neuen Fahrzeiten, und Freiburg-Altglashütten ist in den Randzeiten teilweise in Kombination mit einem Linienbus erreichbar. Ich vermisse, dass es zu dieser positiven Entwicklung im Bereich der Fahrpläne der Bahn keinerlei Hinweise auf die dafür notwendigen Busverbindungen in den Abendstunden gibt. Da besteht auf jeden Fall Informationsverbesserungsbedarf. Martin Sindermann, Feldberg

BADISCHE HEIMAT

"Leuchtturmcharakter von Badens Verfassung"
Zu "Weibliche Vorbilder, die Mut machen" in der BZ-Ausgabe vom 5. Februar:

Dem Engagement der schon zu Kaisers Zeiten gegründeten Badischen Heimat ist mit den Geschichten über Frauen in Baden ein kurzweiliges und beeindruckendes Heft zu verdanken. Im BZ-Artikel wird reklamiert, dass die rechtliche Gleichstellung von Frauen noch Defizite aufweise, "obwohl Frauen und Männer seit 1949 im Gesetz gleichgestellt sind". Das mag für Deutschland gelten, nicht aber für Baden: Die Badische Verfassung vom 21. März 1919 (Karlsruhe) verbriefte erstmals die Gleichheit vor dem Gesetz, ebenso die Badische Verfassung vom 19. Mai 1947 (Freiburg). Für beide wurde dem Volk Anerkennung der Mündigkeit seitens der Parlamente und Regierungen zuteil, darüber abzustimmen: Badens Verfassungen hatten immer Leuchtturmcharakter, nicht zuletzt durch couragierte Frauen. Das Grundgesetz von 1949 und später die Verfassung Baden-Württembergs hielten Zustimmungen des Volks für verzichtbar. Paul Busse, Freiburg