Leserbriefe

Regina Dombos

Von Regina Dombos (Lörrach)

Sa, 01. August 2020

Leserbriefe Lörrach

VERKEHR IN LÖRRACH

Entschleunigung auf allen Straßen! Zur Verkehrspolitik in Lörrach äußert sich eine Leserin:

Lörrach stinkt zum Himmel! Ich möchte, dass sich das ändert, und zwar sofort und nicht erst in 1000 Jahren! Weg mit CO2, Feinstaub und Lärm in allen und nicht nur in ausgewählten Straßen! Ich möchte, dass es endlich wahr wird: Entschleunigung auf allen Straßen, genügend Zebrastreifen, sichere Ampelanlagen, dass Autos wirklich stehen und nicht abbiegen dürfen, wenn Fußgänger gehen. Ich möchte, dass nicht nur geredet wird, sondern endlich die öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut und gut aufeinander abgestimmt werden, damit alle Menschen künftig am öffentlichen Leben teilnehmen können! Wir brauchen dazu die S-Bahn, die Busse und die Tram, und zwar jetzt. Wann wird endlich die Machbarkeitsstudie für die Tram vergeben? Ganz nebenbei: Wir haben schon Armut in Lörrach, schon bemerkt? Und was kommt morgen? Regina Dombos, Lörrach

GRANDPARENTS FOR FUTURE

Die seriöse Ebene wird verlassen Zum Kommentar von Kathrin Ganter zu Demonstrationen in Lörrach, BZ vom 24. Juli:

Die Frage, ob die vielen Demonstrationen der letzten Zeit nicht auch das Gegenteil bewirken könnten, ist natürlich einen Kommentar wert. Aber: Geht es im Kommentar wirklich um diese Frage? Und: Hält sich dieser Kommentar an Fakten – Grundsatz für seriösen Journalismus? Zu den Behauptungen und Fakten: Es ist von "inflationären Demonstrationen" die Rede, und es wird behauptet, dass die Grandparents dabei "an vorderster Front stehen". Fakt ist, dass die Grandparents mit den vielen Demonstrationen der letzten Zeit nichts zu tun haben. Fakt ist, dass wir nach neun Monaten Pause am 16. Juli eine erste eigene Demonstration durchgeführt haben. Behauptung: "Ihre Vorstellung von einer besseren Welt in die noch nicht so gute Welt hinausschreien wollen". Fakt 1: Wir sprechen von einer guten Welt, die zu bewahren wir beitragen. Fakt 2: Es war eine "stille Demonstration" von 20 Minuten ohne Wortbeiträge. Behauptung: "Wenn sie nicht gerade demonstrieren, dann schreiben sie Briefe an die Kanzlerin." Fakt 1: Erste eigene Demonstration nach neun Monaten. Fakt 2: Nach dem Brief vom Juli an 30 Politiker liegt unser letzter Brief drei Monate zurück. Alle Fakten liegen der BZ vor und wären mit einem Klick abrufbar gewesen. Aufgebaut auf diesen nicht recherchierten Behauptungen wird über die "68er" und Rentner hergezogen und diese lächerlich gemacht. Auch damit wird die sachliche, seriöse Ebene verlassen. Ein Kommentar darf kritisieren, ironisieren, überspitzen, der Kritisierte muss diese Kritik aushalten können. Aber eins darf er nicht: Fakten durch Behauptungen ersetzen und daraus einen "lustigen" Text auf Kosten Anderer machen.

Christine Langen, Vitus Lempfert, Peter Rapp, Herbert Sitterle, Lörrach