Leserbriefe

Dorte Meyka (Elzach )

Von Dorte Meyka (Elzach )

Fr, 28. Februar 2020

Waldkirch

ELZTALBAHN
Kahlschläge
Lesermeinung zur BZ-Meldung "Vegetationsarbeiten entlang der Bahn" vom 15. Februar.
Mit leichtem Erstaunen habe ich gelesen, dass Sie unkommentiert die Presseerklärung der DB zitieren: "Entlang der Strecke werden laut DB Netz AG Bäume zurückgeschnitten und in Einzelfällen komplett entfernt (...) Einzelne Fällungen von Bäumen lassen sich nicht ausschließen." Sollten Sie in den letzten 14 Tagen zufällig einen Streckenabschnitt zwischen Elzach und Gutach gesehen haben, müsste Ihnen aufgefallen sein, dass in der Realität praktisch alle Bäume gefällt werden und höchstens noch vereinzelte Exemplare stehen bleiben. Der Bahnhof in Elzach wurde praktisch komplett kahl geschlagen, ebenso die Bahndämme um Bleibach herum, und zwar unabhängig davon, ob sie sich ober- oder unterhalb des Gleises befinden (also die Oberleitung überhaupt jemals beeinträchtigen können). Auf mich wirkt die Berichterstattung der Badischen Zeitung in diesem Fall, mit Verlaub gesagt, doch etwas unreflektiert.

Dorte Meyka, Elzach



BAUMFÄLLUNGEN
Gesundheitsschädlich
Lesermeinung zur BZ-Meldung "Geplante Baumfällungen" am 13. Februar.
Am Aschermittwoch wurde nicht nur die Fasnacht begraben, sondern auch eine über 100-jährige Buche an der Allee. Gerade noch rechtzeitig vor Beginn des offiziellen Fällverbots im März rückten die Baumfäller an und zerlegten den stattlichen Baum innerhalb von drei Stunden. Natürlich liegen wie in solchen Fällen üblich Gutachten vor, die zum Schutz der Bevölkerung eine Fällung unumgänglich machen. Wie valide diese Gutachten sind, ist nur durch Gegengutachten zu beurteilen. Wie schon bei den 21 Linden in Kollnau zeugen die Schnittstellen von einem befriedigenden Gesundheitszustand der Buche. Die Verantwortlichen der Stadt müssen sich fragen lassen, ob ihnen bewusst ist, dass sie durch das Fällen der Bäume die Gesundheit der Bevölkerung gefährden. Wie bekannt sein müsste, wandeln Bäume gesundheits-und klimaschädliches CO2 in Sauerstoff um, spenden Schatten, filtern Feinstaub aus der Luft und schaffen in der Stadt ein gesundes Mikroklimas. Bäume helfen bei Depressionen, psychischem Stress und schützen vor Zivilisationskrankheiten. Die politischen Entscheidungsträger haben eine gesundheitliche Fürsorgepflicht für die Bewohner. Gesundheit ist ein hohes Gut. Wer sie durch eine nicht gesundheitsfördernde Stadt- und Landschaftsplanung aufs Spiel setzt, ist politisch nicht tragbar. P.S.: Letztes Jahr wurden mehrere große Rotbuchen in der Merklinstrasse gefällt. Die Stadtverwaltung hatte zügige Nachpflanzung versprochen. Passiert ist nichts! Doch: Es ist neuer Parkplatz entstanden, frisch geteert und markiert.

Familie Finkenzeller, Waldkirch