Liebe auf den ersten Blick

Thomas Mutter

Von Thomas Mutter

Sa, 14. Mai 2022

St. Blasien

BZ-SERIE: Wer war’s, wer ist’s?.

. Für die erste Begegnung, aus der dann eine lebenslange wurde, fand er in St. Blasien eine Unterkunft mit Blick auf den Dom. Der ließ ihn und er ließ die Kuppelkirche nicht mehr los. Aber weder war er noch wurde er Pfarrer. Ganz im Gegenteil: Von Grund auf erlernte er einen Beruf, der den irdischen Bedingungen sehr verhaftet ist.

Weil das Bundesland Baden-Württemberg gerade 70. Geburtstag feiert: Er fühlte sich durch und durch als Badener, aber nicht als "Badenser"; das hätte ihn auf die Palme gebracht, denn er liebte und pflegte die deutsche Sprache. Ein wirklich reiner Zufall ist es, dass sein Vorname derselbe ist wie der des Patrons von Baden.

In einem bewundernswerten Kraftakt hat er es zu seiner Berufstätigkeit hin geschafft, in ganz anderen Gefilden zu Gunsten St. Blasiens schöpferisch wirksam zu sein. Dazu brauchte er die Stille, ja sogar die Einsamkeit, so dass er nicht unbedingt als geselliger Mensch bezeichnet werden kann. Nach einem bestimmten regelmäßigen Anlass entzog er sich jedoch nicht der geselligen Bierrunde.

Auch wenn er als ein Türöffner der Partnerschaft zum Nachfolgekloster und zur Gemeinde St. Paul in Kärnten gelten darf, legte er sich ansonsten gemeindepolitisch absolute Neutralität auf, die er höchstens für eine zornige Stirnfalte, ein sparsames Lächeln oder für ein zustimmendes Brummen, passend zum jeweiligen Projekt, preisgab. Einmal im Jahr verließ er die Domstadt für einen berühmten Ort in Franken. Wer war’s?

Auflösung vom letzten Samstag: (H)Adrian Prob(p)st leitet als Bürgermeister die Verwaltung und Entwicklung der Stadt. In seinem Nachnamen steckt schon der Hinweis auf diesen Beruf. Kaiser Hadrian und Papst Hadrian VI. können für ihn keine Vorbilder sein. Schnee und Wald haben herausragende Bedeutung für seine Stadt.