Beispiel Freiburg

Ehrenamtliche Mediatoren an Grundschulen – so arbeiten sie

Mechthild Blum

Von Mechthild Blum

Mo, 24. November 2014 um 11:16 Uhr

Liebe & Familie

Eine gute Lösung für beide Seiten – danach streben sie: BZ-Interview mit Rita Stamm und Reinhold Schlicksbier, ehrenamtliche Mediatoren an einer Grundschule.

Auch Grundschüler streiten sich, lügen sich mal an oder sind eifersüchtig. Oft räumen sie ihren Zwist selber wieder aus. An manchen Schulen können sie dabei aber auch die Hilfe von Mediatoren in Anspruch nehmen. Der Verein "Seniorpartner in School" bildet Senioren aus, die dann ehrenamtlich an Schulen als Streitschlichter arbeiten. Rita Stamm und Reinhold Schlicksbier sind an der Hebel-Grundschule im Freiburger Stadtteil Stühlinger aktiv.

BZ: Frau Stamm, Herr Schlicksbier, seitdem ich mit Ihnen einen Vormittag in der Hebel-Grundschule verbrachte, bin ich begeistert von der gewaltfreien Konfliktlösung, die Sie den Schülerinnen und Schülern anbieten. Ziehen alle, die mit ihren Problemen zu Ihnen kommen, so zufrieden strahlend von dannen, wie die Kinder, die ich erlebt habe?
Schlicksbier: Zumindest streben wir das an, und häufig gelingt das auch. Wir wollen ja, dass die Kinder wieder zu uns kommen, wenn sie Probleme miteinander haben. So können wir ihnen zeigen, wie wichtig es ist, miteinander zu reden und auf die Interessen des anderen Rücksicht zu nehmen. Gelingt uns das, haben wir unser eigentliches Ziel erreicht.

BZ: Mit welchen Problemen kommen denn die Schülerinnen und Schüler zu Ihnen: Können Sie Beispiele nennen?
Stamm: Eifersucht spielt eine große Rolle, vor allem in Dreier-Konstellationen: Wer darf wann mit wem spielen?
Schlicksbier: Es gibt Kinder, die gerne andere foppen und dann erstaunt sind, dass sie Ärger kriegen. Dahinter steckt oft der Wunsch nach einem engeren Kontakt. Jungs rangeln gerne miteinander. Sie wollen ihre Kräfte messen. Sie provozieren sich im Spaß. Kommt es dann zu einer ernsthaften ...

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