Peter-Huchel-Preis

Monika Rinck und die Heiterkeit des Denkens

Michael Braun

Von Michael Braun

Di, 02. April 2013 um 00:00 Uhr

Literatur

Ihre Gedankenschnelligkeit und Reflexionseleganz findet man selten in zeitgenössischer Lyrik: Die in Berlin lebende Dichterin Monika Rinck erhält in Staufen den Peter-Huchel-Preis. Ein Porträt.

Monika Rinck, die vielseitig begabte Dichterin und Essayistin, führt seit 1997 ein Wörter- und Traum-Tagebuch mit mittlerweile 3353 Eintragungen, das alltägliche Vokabelfunde, Theoriebruchstücke und Sprachassoziationen auswertet. In diesem "Begriffsstudio" erforscht die Dichterin die entlegensten Gebiete: den "sockenschusslorbeer" ebenso wie den "entgeisterungszapfen", den "liebenswürdigkeitsrammler" und die "rettungsschneekatze". Die dazugehörigen Kommentare vollziehen die blitzschnelle Koppelung verschiedenster Denkwelten und Fachbegriffe – ein Verfahren, das auch in ihren Gedichten Anwendung findet. "Mein Denken", so heißt es einmal programmatisch, "war eine abgeweidete Wiese mit Buckeln". Dieses "bucklige Gefühl" – so definiert sie es in ...

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