Die Magie der Entstehung eines Gedichts

Hartmut Buchholz

Von Hartmut Buchholz

Fr, 12. Juni 2015

Literatur & Vorträge

Zum 80. Geburtstag des Lyrikers und Grafikers Christoph Meckel.

Unscheinbarer, unprätentiöser hat sich eine Poetik womöglich kaum je artikuliert. Fünf Seiten Prosa in Christoph Meckels 1981 publiziertem Band "Nachricht für Baratynski" skizzieren präziser und einleuchtender, als es jede wissenschaftliche Abhandlung könnte, die Magie der Entstehung eines Gedichts. Ein Satz, eine Redewendung fällt im Gespräch, "schnitt ins Gehirn, …, schlug durch alle Gespräche, stellte sich quer und besetzte jeden Gedanken. Der Bodensatz des Gedächtnisses wirbelte hoch. Ich erkannte, noch unscharf, den Anfang eines Gedichts."

Wortlaut und Melodie, Semantik und Metrik dieses unverhofften Satz-Geschenks werden abgeklopft und geprüft, gewogen und gedanklich eingekreist. "War die Silbe, das einzig mögliche Wort, ein unverdienter oder ...

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