Kunstsprache

Wer war Esperanto-Erfinder Ludwik Zamenhof?

Martin Halter

Von Martin Halter

Mi, 12. April 2017 um 00:00 Uhr

Literatur & Vorträge

BZ-Plus Glanz und Elend einer am Reißbrett erfundenen Sprache: Vor hundert Jahren ist der Esperanto-Erfinder Ludwik Zamenhof gestorben. Eine Würdigung seines Werks.

Freunde und Patienten beschrieben den Augenarzt Ludwik Lejzer Zamenhof (1854–1917) als schüchternen, menschlich höchst angenehmen Idealisten. Als Kind liberaler jüdischer Eltern aufgewachsen in einer Zeit des aggressiven Nationalismus und der antisemitischen Pogrome, hatte sich Zamenhof anfangs der zionistischen Bewegung angeschlossen, aber als vielsprachiger Humanist verfiel er bald auf eine andere Idee: Eine politisch, religiös und kulturell neutrale Universalsprache sollte unmittelbare Völkerverständigung garantieren.

Kunst- oder "Plansprachen" lagen im späten 19. Jahrhundert gleichsam in der Luft. Überall im Bahn- und Postwesen, im Handels- und Kommunikationssektor wurden in dieser ersten Phase der Globalisierung weltweit gültige Maßeinheiten, Standards und Industrienormen eingeführt. Warum also nicht auch eine Weltsprache, universell gültig wie Meter oder Weltzeit? Der Prototyp Volapük war gerade an inneren Widersprüchen ...

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