Lieder und Anekdoten

Löffingens Geschichte klingt auf 71 Seiten

Christa Maier

Von Christa Maier

Do, 26. November 2020 um 16:34 Uhr

Löffingen

Liederbuch "Löffinger Lieder und Anekdoten" liegt vor / CD und Konzert für 2021 geplant

LÖFFINGEN. Wer kennt noch das Lied von der "Alenberger Schwebebahn", in dem der heimliche Wunsch der Löffinger nach einer himmlischen Fahrt vom Fritschi Eck bis an`s Benitze Misti besungen wird? Während wohl nur noch älteren Löffingern die von Arno Adrion (1924 – 1995) getextete Volksweise bekannt sein dürfte, sind die Jungen beim Gründungslied des Turnerbunds von 1905 bis heute textsicher. Dafür hat Bürgermeister Tobias Link die Erklärung: "Das Lied wird noch bei jeder Generalversammlung gesungen." Viele alte Lieder, aber auch Neukompositionen und überlieferte Geschichten findet man im Liederbuch "Löffinger Lieder und Anekdoten", das Gottfried Hummel mit Bürgermeister Tobias Link und Marketingleiterin Nina Schuhmacher vorgestellt hat.

Die Idee für das Liederbuch reifte, wie Hummel berichtete, bei dem von der Badischen Zeitung angestoßenen Kompositionswettbewerb um das neue Löffinger Lied. Mit seiner Überzeugung, dass sich in den Schubladen noch eine Menge weiterer Texte und Kompositionen verbergen, lag er richtig, wie die Resonanz auf einen Aufruf bestätigte.

Erinnerung an

viele Menschen

Bekannte und weniger bekannte kreative Köpfe aus Löffingen, wie Gerd Nann, Kurt Maurath, Philipp Schwörer, Joe Kuttruff, Martin Satler, Bernd Wider, Klaus Flößer, Sebastian Kübler, Wolf Belbl, Berthold Ganter, Eginhard Rädle, Dieter Vierlinger, Uli Neumann, Christine Bär und Elizabeth Windrath trugen mit Liedtexten und -kompositionen zum Gelingen des Werks bei. Aus den vielen Einsendungen, die teilweise nur Textform und ohne Noten oder in Tonaufnahme eingereicht wurden, wurde das Liederbuch zusammengestellt. "Die meisten Lieder habe ich nicht gekannt", sagt Hummel, der zehn eigene Stücke beisteuerte. Dabei gab der Komponist und Musiker mancher Originalabschrift mit seinem Arrangement eine besondere Note.

"Oft wurden die Lieder an Stammtischen gesungen und von Generation zu Generation überliefert", weiß Hummel. So findet man unter anderem das Dittishauser Heimatlied oder das Göschweiler Fußballerlied, das Lied auf die Stadt Löffingen oder die Glocke vom Schneekreuz in dem 71 Seiten starken Liederbuch. Aber auch moderne Kompositionen wie "Leffinger Bluät" von den Casanovas (das offizielle Löffinger Lied zum Jubiläumsjahr 2019) oder "Leffinge" von der Gruppe Baarfuss haben darin ihren Stellenwert. Ergänzt wird die Sammlung mit Anekdoten der beiden Kenner der Löffinger "Städtleszene", Rudolf Gwinner und Werner Adrion.

Er sei froh, dass die Stadt das Projekt verwirklicht hat, sagte Hummel auch zur professionellen Aufmachung des Buchs, an der Marketingleiterin Nina Schuhmacher und ihr Vorgänger Karlheinz Ronkte mitwirkten. "Im Jubiläumsjahr wurden reichlich Veranstaltungen abgehalten, daher ist der jetzige Zeitpunkt für die Veröffentlichung des Liederbuchs, das auch mit der Geschichte verbunden ist, genau richtig", sagt Hummel.

Bürgermeister Tobias Link bedankte sich bei allen Mitwirkenden, allen voran Hummel. Eine CD ist Ende 2021 ebenso geplant wie nach Corona eine publikumswirksame Präsentation der Lieder bei einer entsprechenden Veranstaltung. Interpreten, wie Musikvereine, Bands, Chöre oder andere Vereine dürfen sich hierfür bei Hummel melden.

Das Buch, das sich auch als Weihnachtsgeschenk eignet, wurde vorerst in einer Auflage von 500 Stück gedruckt und ist für 5,50 Euro bei der Touristinformation und Schreibwaren Hauser erhältlich. Auch kann in einem Exemplar der Stadtbücherei schon geschmökert werden.