"Mir schwebt schon eine Art Dorfroman vor"

Sa, 28. Juni 2008

Eisenbach (Hochschw.)

BZ-INTERVIEW mit Marie T. Martin, die drei Monate lang als Dorfschreiberin von Eisenbach wirkte und viel mehr öffentlich in Erscheinung trat als ihre Vorgänger.

EISENBACH. Standesgemäß nimmt Marie T. Martin, die Dorfschreiberin, morgen, Sonntag, von 17 Uhr an in der Wolfwinkelhalle Abschied: Mit Geschichten aus der Schreibwerkstatt. Unser Redakteur Peter Stellmach traf die 26-jährige Autorin gestern auf dem Beierleshof in Schollach.

BZ: Frau Martin, als erste Dorfschreiberin Eisenbachs auch erste Dorfschreiberin Deutschlands gewesen zu sein ist bestimmt ein gutes Gefühl, oder nicht?
Martin: Klar ist es etwas Besonderes, etwas zu machen, das sonst noch niemand gemacht hat. Freunde aus Köln oder Berlin haben auch gesagt: Dorfschreiberin? Interessant! Stadtschreiber kennt man ja, aber von Dorfschreibern hatte noch niemand gehört. Sie haben auch alle gleich nachgeschaut, wo Eisenbach liegt.

BZ: Erinnern Sie sich, mit welchen Vorstellungen Sie angetreten sind? Was davon hat sich erfüllt, aus welcher Idee ist nichts geworden? Oder ist sowieso alles anders gelaufen als vorher ausgedacht?
Martin: Es ist alles anders gekommen! Ich kam mit der Vorstellung, in völliger Abgeschiedenheit an einem stillen Örtchen zu sitzen, ganz viel zu lesen und natürlich sehr viel zu schreiben. Ich hatte Angst vor Vereinsamung. Gelesen habe ich letztlich kaum, außer den Dingen, die ich beruflich lesen musste. Und für den Jugendroman, den ich schreiben wollte, war viel zu wenig Zeit. Für so ein Projekt muss man sich richtig vergraben und ungestört bleiben. Und ich habe doch einige Aktionen mit den Kindern gemacht, es gab viel mehr soziale Aktivitäten oder auch Organisatorisches, als ich gedachte hatte. Von Vereinsamung keine Spur, im Gegenteil, ich habe oft gedacht: wieso klingelt das Telefon jetzt schon wieder?

BZ: Was die Öffentlichkeitswirkung ...

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