’s Badnerliäd

LUEGINSLAND: Do stimmt ebbis nit

Beate Ruf

Von Beate Ruf

Sa, 27. März 2021

Kolumnen (Sonstige)

Säll sott jo jeder Badner, jedi Badnerin üswändig kenne. Ich gibs jo zöe, nit gärn, säll isch wohr: ich bin nit textsicher, ich kanns Badnerliäd nit üswendig. S schämt mich jo schu, un deswäge hab ich mr de Text aglöegt in de Hoffnung, dass ich mr diä eind oder ander Stroph üswendig b’halte kann. Vu vorne hab ich agfange un bin schu bi de zweite Stroph hänge blibe. Si het mr nit ins Hirni ni welle. In Haslach gräbt man Silbererz,
bei Freiburg wächst der Wein, im Schwarzwald schöne Mädchen
ein Badner möchte ich sein. Ja, was isch denn jetz mit de scheene Maidli im Schwarzwald, wachse diä do wie de Wii bi Friburg oder möeß mer nooch ene grabe wie nooch em Silbererz bi Haslach? Also mir fählt do ebbis in dere Zile mit de Maidli, aber wahrschins ischs nit ufgange mit em Reim, aber Mädchen reimt sich jo au nit uf Silbererz. Kei Wunder, wäre Lit, wu badisch schwätze, nit immer fir voll gnumme, wenn si in de eige Hymne nit emol e grade Satz zämmekriäge. Wiä wärs denn mit "im Schwarzwald trifft man schöne Mädchen" oder oder eifach mol nit eso bscheide si un "im Schwarzwald gibt’s die schönsten Mädchen"? Wenn ich nur wißt, wäm ich mini Vorschläg schicke kennt. Ich hab so e Ahnung, dass mr nit druf gwartet het, dass iber eimol ebber oder ebbi – durchgendere au im Dialekt – deher kunnt un in de Manier vunere Oberlehreri meint, s badisch Heiligtum kritisiere z miäße. Also loß ich des emol liäber blibe, sunscht land ich noch bi de Sachse, wil uf däne ihrem Mischt isch des Liäd nämlig gwachse, d Melodie uf jeder Fall – s tschüderet mi grad, wenn ich dra denk.