Unterwägs im tolerante Friburg

LUEGINSLAND: Ufbasse im Stroßeverkehr

Beate Ruf

Von Beate Ruf

Di, 11. Mai 2021

Kolumnen (Sonstige)

Ich bin durch d Föeßgängerzone dappt, jo, un hab halt ufs Handy glöegt. Do kunnt einer uf em Fahrrad ammer vorbeigfägt un bäfzget mich a: "Aufpassen und schauen". So schnell wiä der an mir vorbei isch, hab ich nur de verbissene Gsichtsüsdruck vuneme ibel g’lünte Kampfradler üsmache kenne. Wahrschins het er nit Gscheits im Ranze gha – e Fall vu chronischer Unterzuckerung – mini Schnelldiagnose. Des sin sonigi mit missionarische Awandlunge, wänns um diä Wahl vum einzig richtige Verkehrmittel goht, nämlig em Fahrrad. E scheene Morge isch vor mr g’läge un deno briält mich e wildfremde Mann a! Des het mr schu eweng diä göet Lüne verdorbe. Soll er doch abstige, der Aff! S git halt eifach Lit, wu meine, dass gwissi Regle, au d’ Verkehrsregle reini Üslegungssach sin. E ander mol, inere Ibahnstroß wu Fahradfahrer au in diä verkehrt Richtung fahre derfe, spengelt so e ufbluschterete Geländewage mit Karacho um d Ecki, dass ich fascht vor Schreck vum Rädli kai. De ander will aber pardüt nit üswiche. Uf mi Zöeröef "Ich derf des doch, Fahrradfahrer frei stoht do", goscht mich der Kerli hinterm Steuer a "Nur wenn genügend Platz ist". Hä, wiä soll des denn go? Soll ich mich uf de Stell in Luft uflese?
Ich verböechs unter de neje Dreischtigkeit oder hets des Phänomen schu immer gäh?