Salto Rückwärts

Mag nicht jedem gefallen, doch das ist Satire

Peter Reif

Von Peter Reif (Freiburg)

Di, 11. Februar 2020

Leserbriefe Freiburg

Ein Leser reagiert auf einen Leserbrief zum "Salto rückwärts" ("Respekt vor religiösen Überzeugungen", BZ vom 3. Februar)
Es ist jedes Mal erstaunlich, wie Florian Kech verschiedenste Vorkommnisse miteinander verknüpft und satirisch überhöht. Ereignisse, die man irgendwie zur Kenntnis genommen, aber in keinen Zusammenhang gebracht hatte. Zuletzt in seiner Kolumne am 1. Februar, die bei der Darstellung des Missgeschicks eines Freiburger Radfahrers in der Schweiz beginnt und mit der angeblichen Androhung von 400 Franken Strafe bei fälschlicher Online-Antragstellung im Bürgeramt endet.

Ich denke, die Schweizer Behörden, immerhin ist von "Straßenverkehrsscharia" die Rede, und das Freiburger Bürgeramt können mit solcher Ironie gut leben, solange niemand persönlich beleidigt wird; was bei Florian Kech nie der Fall ist.
Das sollte die Autorin des Leserbriefs vom 3. Februar auch. Florian Kechs Frage, gestellt am 21. Dezember 2019, ob "nach der Wandlung auch Hostien als Fleisch zu bewerten sind", mag nicht jedem gefallen, doch das ist Satire.

Und was ihren Vorschlag, Herr Kech könne mal "Vergleichbares in der islamischen Welt schreiben" anbelangt: Wir sollten dafür eintreten, dass in Medien wie der BZ weiterhin Vielfalt, Meinungs- und Pressefreiheit bestehen, im Gegensatz zu weiten Teilen der Welt.

Peter Reif, Freiburg