Zwei Kinder als Kontaktpersonen

Malsburg-Marzell schließt Kindergarten präventiv

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Mo, 30. November 2020 um 13:54 Uhr

Malsburg-Marzell

Der Kindergarten in Malsburg-Marzell öffnete am Montag nicht. Eine Vorsichtsmaßnahme: Ein Kind ist eine direkte Kontaktperson zu einem Infizierten. Auch eine Schulklasse muss in Quarantäne

Zwei direkte Kontaktpersonen zu Kindern in Kindergarten und in der Grundschule sind am Wochenende in Malsburg-Marzell bekannt geworden. Bürgermeister Mario Singer hat daraufhin am Sonntag sofort die Leiter der beiden Einrichtungen kontaktiert und gemeinsam habe man sich entschieden, den Kindergarten am Montag nicht zu öffnen. Nur zwei Erzieherinnen hätten keinen Kontakt zu den Kindern gehabt, so dass ein geregelter Betrieb auch unter Einschränkungen kaum möglich gewesen wäre.

Anders sah es in der Grundschule aus, wo nur eine Klasse betroffen ist. Mit anderen Schülern hätte es allenfalls unter freiem Himmel im Pausenhof Begegnungen geben können, hatte die Überprüfungen ergeben. Daher konnte die Quarantäne auf eine Klasse beschränkt werden.

Als alternativlos bezeichnet Singer die Entscheidung, bekomme man doch bei der Gesundheit keine zweite Chance, wie er erklärt. Noch am Montag sollen die Kontaktpersonen getestet werden. Sobald die Ergebnisse vorliegen sollen dann weitere Entscheidungen – im Fall, dass sich der Verdacht einer Infektion mit Corona nicht bewahrheitetes, könnte der Betrieb im Kindergarten und in der Schule bald wieder ohne Einschränkungen weiterlaufen – getroffen werde.