Manfred Prause gestorben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 10. September 2021

Handball Allgemein

Der Handball-Funktionär aus Offenburg wurde 81 Jahre alt.

(BZ). Die Handball-Welt trauert um einen ihrer bekanntesten Funktionäre. Manfred Prause, der mehr als 53 Jahre lang als Schiedsrichter und Offizieller das nationale und internationale Schiedsrichterwesen prägte, starb am Sonntag in Offenburg im Alter von 81 Jahren. Als Offizieller war Prause bei 65 Welt- und Europameisterschaften sowie vier Olympischen Spielen im Einsatz.

"Der internationale Handball ist in tiefer Trauer und verliert nicht nur einen absoluten Fachmann des Schiedsrichterwesens, sondern auch eine einzigartige Persönlichkeit", sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB). "

Prause war einst einer der besten Handballer Südbadens. Seine Karriere als Schiedsrichter startete er 1964 als 25-Jähriger gemeinsam mit Erhard Hofmann, seinem Banknachbar zu Schulzeiten. 1976 wurden beide Schiedsrichter des Weltverbandes IHF. Ihre erste WM pfiffen sie bei den Frauen 1986 in den Niederlanden, zwei Jahre später folgte die Nominierung für Olympia in Seoul. Dort durften sie sowohl das Männer-Eröffnungsspiel Sowjetunion – Jugoslawien als auch das Finale der siegreichen Sowjets gegen Südkorea leiten. Sein letztes Spiel als Schiedsrichter absolvierte Prause 1993.

Die Funktionärskarriere des früheren Vermessungsingenieurs bei der Stadt Offenburg begann 1991, als er in Berlin zum Schiedsrichterchef des Europäischen Handball-Verbandes (EHF) gewählt wurde. Den Posten hatte er bis 2000 inne. Von 1995 an arbeitete er in der IHF-Regelkommission, von 2009 bis zur WM 2017 in Frankreich war Manfred Prause IHF-Schiedsrichterchef.